Tagebau Garzweiler nimmt Verfüllung nach Kontaminationsverdacht wieder auf
Rolf-Peter ScheelWiederaufnahme der Abfallentsorgung im Tagebau Garzweiler genehmigt - Tagebau Garzweiler nimmt Verfüllung nach Kontaminationsverdacht wieder auf
Im Tagebau Garzweiler sind die Arbeiten nach einer vorübergehenden Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Die Pause folgte Befürchtungen, es könnte dort illegal belasteter Boden abgelagert worden sein. Die Behörden haben die Stelle nun für die weitere Verfüllung freigegeben.
Die Mine war Anfang dieses Jahres stillgelegt worden, nachdem Berichte auf unautorisierte Bodenentsorgungen hindeuteten. Expertengutachten ergaben jedoch keine eindeutigen Beweise für die Ablagerung externer Materialien. Zudem wurde die festgestellte Kontamination als geringfügig eingestuft.
Eine umfassende Untersuchung der Bezirksregierung Arnsberg kam zu dem Schluss, dass keine weiteren Maßnahmen erforderlich seien, sofern keine neuen Beweise auftauchen. Aufgrund der immensen Größe des Tagebaus wäre es ohne genaue Angaben zu Ablagerungsorten praktisch unmöglich, belastete Böden durch Zufallsproben zu lokalisieren.
Die Zentrale Sonderstaatsanwaltschaft für Umweltkriminalität in Dortmund prüft den Fall weiterhin. Unterdessen wird im Tagebau ein Grundwassermonitoringsystem eingeführt, um mögliche Kontaminationsrisiken frühzeitig zu erkennen.
Die Verfüllungsarbeiten wurden nach monatelanger behördlicher Prüfung wiederaufgenommen. Das Überwachungssystem soll frühzeitig warnen, falls Verunreinigungen festgestellt werden. Weitere Ermittlungen sind nicht geplant, es sei denn, die laufenden Untersuchungen fördern neue Erkenntnisse zutage.






