Thyssenkrupp schließt 2025 mit Aufschwung: Marineaufträge und Marktprognosen stimmen optimistisch
Jacqueline RöhrdanzThyssenkrupp schließt 2025 mit Aufschwung: Marineaufträge und Marktprognosen stimmen optimistisch
Thyssenkrupp schließt 2025 mit positivem Ausblick: Marine-Sparte mit Aufwärtstrend, Märkte prognostizieren starkes Wachstum
Thyssenkrupp schließt das Jahr 2025 mit einem optimistischen Fazit ab: Die Marine-Sparte verzeichnet frischen Schwung, und die Marktprognosen für zentrale Geschäftsbereiche fallen deutlich positiver aus. Neue Aufträge der Bundeswehr haben den Auftragsbestand des Konzerns gestärkt, während aktuelle Branchenanalysen ein stärkeres Wachstum bei Elektrobandstahl und aktiven Fahrwerkssystemen vorhersagen. Die Entwicklungen fallen mit einem Schlusskurs der Aktie bei 9,128 Euro im Xetra-Handel vor der letzten Handelswoche des Jahres zusammen.
Die Marine-Sparte bleibt eine verlässliche Säule für Thyssenkrupp und sorgt durch langfristige Regierungsaufträge für stabile Erträge. Diese Kontinuität wurde jüngst durch weitere Bestellungen der deutschen Streitkräfte untermauert, die das Auftragsvolumen der Division erhöhen. Gleichzeitig haben Marktanalysten ihre Erwartungen für zwei zentrale Geschäftsbereiche des Unternehmens nach oben korrigiert.
Der globale Markt für Elektrobandstahl, der 2024 ein Volumen von rund 42 Milliarden US-Dollar erreichte, soll bis 2033 auf über 66 Milliarden US-Dollar anwachsen. Ähnlich verhält es sich beim Markt für aktive Fahrwerkssysteme, der derzeit 16,7 Milliarden US-Dollar wert ist und sich bis zum selben Zeitpunkt voraussichtlich mehr als verdoppeln wird – auf über 31 Milliarden US-Dollar. Diese überarbeiteten Schätzungen wurden in Branchenberichten vom 26. Dezember 2025 veröffentlicht.
Auch die Investmentbank Jefferies stuft Thyssenkrupp als eine der vielversprechendsten europäischen Stahlaktien für 2026 ein. Analysten rechnen mit einem möglichen Preisanstieg von 50 Euro pro Tonne Stahl, getrieben durch politische Maßnahmen wie den CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) und strengere Importkontrollen. Höhere Auslastungsraten in der Produktion, die voraussichtlich 80 bis 85 Prozent erreichen werden, könnten die Performance zusätzlich stärken. Trotz dieser positiven Signale bleibt die eigene Prognose des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2025/26 vorsichtig: Aufgrund der anhaltenden Umstrukturierung der Stahlsparte werden Verluste zwischen 400 und 800 Millionen Euro erwartet.
Auf der Hauptversammlung am 30. Januar 2026 sollen die Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividende von 0,15 Euro pro Aktie abstimmen. Der Beschluss folgt auf ein Jahr mit gemischten finanziellen Signalen – die Aktie schloss am 23. Dezember 2025 bei 9,128 Euro, noch vor der letzten Handelswoche des Jahres.
Mit den neuen Marineaufträgen und den optimistischeren Marktprognosen blickt Thyssenkrupp zuversichtlicher auf das Jahresende 2025. Im frühen Verlauf des neuen Jahres werden die Aktienperformance, die Dividendenentscheidung sowie der Fortgang der Stahl-Sparte im Mittelpunkt stehen. Analysten beobachten weiterhin, wie sich politikbedingte Veränderungen bei Stahlpreisen und Nachfrage entwickeln.
