08 February 2026, 01:15

Tischtennis gegen Parkinson: Wie ein Verein in Bergisch Gladbach Betroffenen hilft

Eine Gruppe von Menschen in Rollstühlen spielt Basketball in einer Turnhalle mit einem Basketballkorb, Bannern mit Text und Deckenleuchten.

Tischtennis gegen Parkinson: Wie ein Verein in Bergisch Gladbach Betroffenen hilft

Ein örtlicher Tischtennisverein hat aus einer Initiative ein blühendes Unterstützungsnetzwerk für Menschen mit Parkinson geworden

Der TTC Bärbroich 1958 startete Mitte 2021 seine PingPongParkinson-Abteilung – aufbauend auf fünf Jahren Zusammenarbeit mit dem übergeordneten PPP-Programm. Was einst als einfaches Sportangebot begann, ist heute zu einer von Betroffenen selbst organisierten Gruppe mit über 40 Stammmitgliedern gewachsen.

Das Projekt bietet weit mehr als nur körperliche Aktivität. Die Teilnehmer profitieren vom Austausch über die Krankheit, aktuelle Medikamentenentwicklungen und ein starkes Gemeinschaftsgefühl, das durch gemeinsame Aktivitäten wie Radtouren oder Theaterbesuche gestärkt wird.

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Die Partnerschaft des Vereins mit PingPongParkinson besteht bereits seit einem halben Jahrzehnt. Seitdem bietet das Programm strukturiertes Tischtennistraining in der TTreff-Anlage in Bergisch Gladbach-Herkenrath. Bewohner der Stadt und der Umgebung haben hier einen festen Ort zum Spielen – mit vier Tischen in einem Übungsraum.

2022 bewies das PPP-Team seinen sportlichen Ehrgeiz und gewann den Bergischen Pokal gegen vier gegnerische Mannschaften. Zum fünfjährigen Jubiläum der Kooperation richtete der Verein in diesem Jahr das Strunde-Cup-Turnier aus.

Auch über Bergisch Gladbach hinaus haben sich ähnliche Initiativen in Nordrhein-Westfalen etabliert. Der Werner Sport Club in Werne betreibt eine zertifizierte PingPongParkinson-Gruppe, während der TTV Hervest-Dorsten – Heimat der Weltmeisterin 2026 Anita Schultz – ebenfalls Spieler mit Parkinson unterstützt. Besonders aktiv sind die Regionen Münsterland und Hohe Mark, zu denen Städte wie Ibbenbüren gehören, die Tischtennis als Therapieform für die Erkrankung fördern.

In der Bärbroicher Gruppe tauschen sich die Mitglieder regelmäßig über neueste Forschungsergebnisse und Behandlungsmöglichkeiten bei Parkinson aus. Die Kombination aus Sport, Geselligkeit und gemeinsamem Wissen hat eine enge Gemeinschaft geschaffen, in der sich die Teilnehmer sowohl am Tisch als auch im Alltag gegenseitig unterstützen.

Die PingPongParkinson-Abteilung des TTC Bärbroich hat sich von einem kleinen Trainingsprogramm zu einem festen Unterstützungsnetzwerk entwickelt. Mit eigenen Räumlichkeiten, sportlichen Erfolgen und wachsender Mitgliederzahl bietet die Initiative weiterhin körperliche und soziale Vorteile für Betroffene.

Mittlerweile gibt es in Nordrhein-Westfalen mehrere solche Gruppen – ein Zeichen dafür, dass Tischtennis zunehmend als hilfreiche Maßnahme im Umgang mit der Krankheit anerkannt wird. Das Jubiläumsturnier in diesem Jahr wird einen weiteren Meilenstein für das Engagement des Vereins im Rahmen des Programms setzen.