Tragischer Unfall beim Veilchendienstags-Umzug erschüttert Mönchengladbach
Rolf-Peter ScheelTragischer Unfall beim Veilchendienstags-Umzug erschüttert Mönchengladbach
Aschermittwoch hat begonnen und leutet für Millionen Christen weltweit die Fastenzeit ein. Der Tag wird traditionell mit Gottesdiensten, symbolischen Ritualen und in Teilen Deutschlands auch mit politischer Satire begangen. Unterdessen endete ein schwerer Unfall während eines Vorfasten-Umzugs in Mönchengladbach für eine Frau mit lebensgefährlichen Verletzungen.
In anderen Nachrichten einigte sich der Pharmakonzern Bayer auf einen Milliardenvergleich wegen Krebsvorwürfen im Zusammenhang mit seinem Unkrautvernichter. Unabhängig davon gibt es Befürchtungen, dass in Deutschlands Gesundheitssystem Abrechnungscodes missbräuchlich genutzt werden könnten.
Der Übergang von den Karnevalsfeiern zur Fastenzeit nahm in Mönchengladbach eine tragische Wendung. Während des "Veilchendienstags"-Umzugs wurde eine 49-jährige Frau von einem Linienbus erfasst und mitgeschleift. Sie erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und wurde notfallmäßig ins Krankenhaus gebracht. Die Behörden ermitteln zu dem Vorfall, der sich ereignete, als sich Menschenmengen zum jährlichen Umzug versammelten.
In ganz Nordrhein-Westfalen prägten langjährige Bräuche den Aschermittwoch. In Düsseldorf fand die symbolische Beerdigung des "Hoppeditz", einer Strohpuppe als Verkörperung des Karnevals, statt. Köln verabschiedete sich mit der Verbrennung des "Nubbel", einer weiteren Karnevalsfigur, von den Festtagen. Gleichzeitig besuchten viele Christen Gottesdienste, um sich ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen zu lassen – ein Ritual, das Buße und Besinnung symbolisiert.
Auch Politiker nutzten den Tag für die Tradition der scharfzüngigen Kritik. Bei den sogenannten "Aschermittwochsreden" tauschten Parteivorsitzende spitze Angriffe auf die Politik der Gegner aus. Die seit Jahrzehnten gepflegte Praxis des Politischen Aschermittwochs bleibt ein fester Bestandteil der deutschen politischen Kultur.
Über Deutschland hinaus kündigte Bayer eine Vergleichszahlung von bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar an, um Klagen in den USA beizulegen. Kläger hatten dem Konzern vorgeworfen, sein glyphosathaltiges Unkrautvernichtungsmittel habe Krebs ausgelöst. Die Einigung folgt auf jahrelange Rechtsstreitigkeiten und frühere Entschädigungszahlungen.
Ein separater Bericht warf unterdessen Fragen zur deutschen Abrechnungspraxis im Gesundheitswesen auf. Eine Umfrage deutet darauf hin, dass einige Fachärzte Dringlichkeitscodes möglicherweise übermäßig für Routinetermine nutzen. Die Ergebnisse haben Forderungen nach strengeren Kontrollen ausgelöst, auch wenn bisher keine offiziellen Vorwürfe erhoben wurden.
Die bei dem Unfall in Mönchengladbach verletzte Frau befindet sich weiterhin im Krankenhaus, während die Polizei die Ermittlungen fortsetzt. Der Aschermittwoch mit seiner Mischung aus religiöser Einkehr und politischer Debatte ist vorbei, und Bayers Vergleich steht kurz vor der finalen Genehmigung. Die Bedenken zur Abrechnungspraxis könnten jedoch in den kommenden Monaten zu einer genaueren Prüfung der medizinischen Abrechnungsverfahren führen.
