Ukrainischer Botschafter wirbt in Krefeld für Wirtschaftshilfe trotz Kriegsfolgen
Rolf-Peter ScheelUkrainischer Botschafter wirbt in Krefeld für Wirtschaftshilfe trotz Kriegsfolgen
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makejew, besuchte kürzlich Krefeld, um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken. Während des Aufenthalts traf er sich mit lokalen Politikern und Wirtschaftsvertretern und setzte mit einem symbolischen Akt im Rathaus ein Zeichen.
Den Anfang machte ein Besuch im Krefelder Rathaus, wo Makejew sich ins Goldene Buch der Stadt eintrug – eine Geste der Wertschätzung. Bürgermeister Frank Meyer würdigte bei der Gelegenheit den Mut der ukrainischen Bevölkerung, die für ihr Land und ihre Freiheit kämpft.
Zuvor hatte der Unternehmer Heinz-Josef Zapp den Botschafter zum NRW-Wirtschaftsforum in das benachbarte Neuss eingeladen. Die Veranstaltung, unterstützt von der IHK Niederrhein mit Sitz in Krefeld, stand im Zeichen der Handelsmöglichkeiten zwischen Deutschland und der Ukraine. Aktuell exportiert Deutschland jährlich Waren im Wert von rund 4,6 Milliarden Euro in die Ukraine. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein und ukrainischer Honorarkonsul, rief deutsche Unternehmen dazu auf, Investitionen in der Ukraine zu prüfen. Makejew berichtete unterdessen von den verheerenden Folgen russischer Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur, darunter Kraftwerke. Er schilderte auch persönliche Erlebnisse – etwa, wie seine eigene Mutter unter den durch die Zerstörungen verursachten Stromausfällen gelitten habe.
Ziel des Botschafterbesuchs war es, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen und gleichzeitig auf die anhaltenden Herausforderungen der Ukraine aufmerksam zu machen. Lokale Verantwortliche und Wirtschaftsführer in Krefeld und Neuss haben nun ein klareres Bild von den Schwierigkeiten – aber auch von den Chancen künftiger Partnerschaften.
