22 December 2025, 17:27

Vereinigung von Gemeinden findet Kommunen schlecht auf Cyberangriffe vorbereitet

Eine Luftaufnahme einer Stadt mit Gebäuden, Türmen, Kraftfahrzeugen, Werbetafeln, Schildern, Straßen, Bäumen, Straßenlaternen, Menschen, Verkehrszeichen und Informationsschildern unter einem klaren Himmel.

Vereinigung von Gemeinden findet Kommunen schlecht auf Cyberangriffe vorbereitet

Kommunalverband warnt: Städte und Gemeinden schlecht gegen Cyberangriffe gerüstet

Teaser: Der Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW, Kamp-Lintforts Bürgermeister Christoph Landscheidt (SPD), schlägt Alarm wegen digitaler Schwachstellen in den Kommunen.

22. Dezember 2025, 07:21 Uhr

Christoph Landscheidt, Bürgermeister von Kamp-Lintfort und Vorsitzender des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen, warnt vor gravierenden digitalen Sicherheitslücken in den Kommunalverwaltungen. Angesichts steigender Cyberbedrohungen seien viele Städte und Gemeinden nach wie vor gefährlich ungeschützt gegen Angriffe und Sabotageakte, so der SPD-Politiker.

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Als Beispiel führte Landscheidt einen jüngsten Cyberangriff in Westfalen an, der die wachsenden Risiken verdeutliche. Besonders besorgniserregend sei, dass ausländische Akteure kritische Infrastruktur ins Visier nehmen könnten – etwa einen ehemaligen Netzbetreiber, der sich mittlerweile gegen drohnenbasierte Sabotage zur Wehr setzen müsse. Auch die zunehmende Arbeit im Homeoffice habe die Verwaltungen verwundbarer gemacht, da digitale Abwehrsysteme mit der Anpassung kaum Schritt hielten.

Die Lage gleiche einem Wettrüsten, bei dem Angreifer ihre Methoden rasant weiterentwickelten, während die Kommunen hinterherhinkten, warnte Landscheidt. Um die konkreten Gefahren zu veranschaulichen, verwies er auf das ukrainische Pokrowsk, wo russische Kräfte laut Vorwürfen Sabotage und Infiltration betrieben hätten. Lokale Behörden müssten sich nun auch in Deutschland auf ähnliche Szenarien vorbereiten, forderte er. Seine Warnung beschränkte sich dabei nicht auf digitale Bedrohungen: Landscheidt rief Städte und Gemeinden auf, sich auch auf physische Sabotageakte einzustellen und Mitarbeiter wie Infrastruktur auf mögliche Störungen vorzubereiten. Ohne verstärkte Schutzmaßnahmen könnten selbst grundlegende Dienstleistungen gefährdet sein, gab er zu bedenken.

Der Appell kommt zu einer Zeit, in der Cyberangriffe immer ausgefeilter werden. Die Kommunen stehen unter Druck, ihre Sicherheitssysteme nachzurüsten, bevor die Bedrohungslage weiter eskaliert. Landscheidts Warnungen unterstreichen den dringenden Bedarf an Investitionen in digitale wie physische Schutzmechanismen – und das flächendeckend in der gesamten Region.