Von Öko-Porzellan bis Dessous: Deutschlands Weihnachtsmärkte brechen alle Regeln
Milan SüßebierDas älteste, das grünste, das erotischste: Extreme Weihnachtsmarkt - Von Öko-Porzellan bis Dessous: Deutschlands Weihnachtsmärkte brechen alle Regeln
Deutschlands Weihnachtsmärkte glänzen mit tausendfacher Vielfalt
Jedes Jahr locken tausende Weihnachtsmärkte in Deutschland mit ganz eigenem Charme. Von prunkvollen Inszenierungen bis zu skurrilen Themen – die winterlichen Veranstaltungen ziehen alljährlich Scharen von Besuchern an. Manche bestachen durch ihre lange Tradition, andere überzeugen mit mutigen Neuerungen.
Schätzungsweise 2.500 bis 3.000 größere Weihnachtsmärkte öffnen jährlich im Land ihre Pforten. Viele präsentieren sich mit riesigen Tannenbäumen oder monumentalen Holzpyramiden als Blickfang. Doch nicht alle setzen allein auf bewährte Bräuche.
Der Essener Weihnachtsmarkt geht einen umweltbewussten Weg: Hier wird das Essen auf wiederverwendbarem Porzellan serviert, Pommes frites gibt es in Papiertüten. Dieser Fokus auf Nachhaltigkeit hebt ihn von anderen ab. Ganz anders der St.-Pauli-Weihnachtsmarkt in Hamburg – er bricht bewusst mit Konventionen. Im Rotlichtviertel der Stadt tauscht man traditionelle Trachten gegen Dessous und Stringtangs. Die Besucher sind eingeladen, ihre Hemmungen abzulegen, was diesen Markt zu einem der ungewöhnlichsten Feste der Saison macht.
Während Deutschland mit einigen der ältesten Weihnachtsmärkte Europas aufwartet – wie dem 591 Jahre alten Dresdner Striezelmarkt – liegt der allererste Weihnachtsmarkt des Kontinents tatsächlich jenseits der Grenzen. Über den genauen Standort und die Details des ältesten nicht-deutschen Marktes jedoch herrscht noch Unklarheit.
Von ökologischem Genuss bis zu freizügigen Dresscodes – die deutschen Weihnachtsmärkte bieten für jeden Geschmack das Richtige. Die Mischung aus Geschichte, Spektakel und Innovation macht sie jedes Jahr aufs Neue zu einem saisonalen Höhepunkt. Angesichts der riesigen Auswahl verspricht jeder Besuch ein ganz eigenes Erlebnis.
