Wanderungsströme zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland drehen sich um
Rolf-Peter ScheelWanderungsströme zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland drehen sich um
Wanderungsbewegungen zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland haben sich in den letzten drei Jahrzehnten gewandelt. Seit der Wiedervereinigung 1990 sind mehr Menschen aus der Region in die neuen Bundesländer abgewandert, als umgekehrt zugezogen sind. In den jüngsten Jahren zeigt sich jedoch ein bescheidener, aber stetiger Zuzug aus dem Osten.
1991 zogen fast 1.200 Menschen aus Ostdeutschland nach Siegen-Wittgenstein – die höchste jemals verzeichnete Zahl. Im Laufe der Zeit verlangsamte sich dieser Zustrom deutlich. Seit 2010 pendeln sich die jährlichen Zuzüge bei 200 bis 300 Personen ein.
Insgesamt haben seit der Wiedervereinigung etwa 12.700 Menschen aus den neuen Bundesländern in Siegen-Wittgenstein eine neue Heimat gefunden. Doch der Trend hat sich in jüngster Zeit umgekehrt: Seit 2020 wandern mehr Einwohner in die ostdeutschen Länder ab, als aus ihnen zuziehen.
Unter den Zuziehenden stammen die meisten aus Sachsen-Anhalt, während Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten Neuzuwanderer stellt. Insgesamt haben seit 1991 rund 9.200 Menschen Siegen-Wittgenstein verlassen, um in Ostdeutschland zu leben.
Die Daten verdeutlichen ein langfristiges Wanderungsungleichgewicht zwischen Siegen-Wittgenstein und den neuen Bundesländern. Während die Zuzüge Anfang der 1990er Jahre ihren Höhepunkt erreichten, verzeichnet die Region heute einen Nettoverlust an Einwohnern zugunsten Ostdeutschlands – ein Trend, der sich seit 2020 stabil hält.






