Warnstreiks der ver.di legen Kitas und Pflegeheime in NRW und OWL lahm
Jacqueline RöhrdanzErste Warnstreiks bei Awo-Kindergärten - Warnstreiks der ver.di legen Kitas und Pflegeheime in NRW und OWL lahm
Warnstreiks legen soziale Dienste in Teilen Deutschlands lahm
In dieser Woche wird es in weiten Teilen Deutschlands zu Warnstreiks im Sozialbereich kommen. Die Gewerkschaft ver.di hat zu Arbeitsniederlegungen in Einrichtungen des Arbeiterwohlfahrtsverbands (AWO) in mehreren Regionen aufgerufen, beginnend am Mittwoch, dem 4. Februar 2026. Allein in Ostwestfalen-Lippe werden rund 5.500 Beschäftigte an einem ganztägigen Streik am Donnerstag teilnehmen. Weitere Proteste sind in Nordrhein-Westfalen geplant.
Die ersten Ausstände starten bereits am Mittwoch, dem 4. Februar, und richten sich gegen AWO-Dienstleistungen in Nordrhein-Westfalen. Kundgebungen sind in Essen, Aachen und Köln vorgesehen, wo auch Beschäftigte des öffentlichen Dienstes auf die Straße gehen werden. Am Folgetag legt ein ganztägiger Streik die Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) lahm – betroffen sind Kindergärten, Pflegeheime, Beratungsstellen und Ganztagsschulen.
In Essen müssen 23 AWO-Kitas mit Schließungen oder eingeschränktem Betrieb rechnen. Einige Einrichtungen werden Gruppen zusammenlegen, Notbetreuung anbieten oder komplett schließen. Auch in Köln streiken AWO-Mitarbeiter:innen, wobei die Versorgung der Pflegeheimbewohner:innen jedoch aufrechterhalten bleibt. Ähnliche Beeinträchtigungen gibt es im Rhein-Erft-Kreis, in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis.
ver.di fordert eine monatliche Gehaltserhöhung von 500 Euro für alle AWO-Beschäftigten sowie 300 Euro zusätzlich für Auszubildende. Zudem verlangt die Gewerkschaft drei weitere freie Tage pro Jahr für ihre Mitglieder und bessere Arbeitsbedingungen für Auszubildende. Als Teil der Aktionen ist für Donnerstag eine Demonstration in Herford geplant.
Die Streiks werden Tausende Familien und Nutzer:innen sozialer Dienste in mehreren Städten treffen. Mit Kita-Schließungen, eingeschränkten Pflegeangeboten und Kundgebungen ist bis Donnerstag zu rechnen. Die Verhandlungen zwischen ver.di und der AWO bleiben derweil ergebnislos, da die Gewerkschaft auf höhere Löhne und verbesserte Arbeitsbedingungen pocht.
