Warum PETA die Freizeitjagd und das Angeln in Deutschland verbieten will
Rolf-Peter ScheelWarum PETA die Freizeitjagd und das Angeln in Deutschland verbieten will
Jagd und Angeln sind in Deutschland trotz wachsender ethischer Bedenken weiterhin weit verbreitet. Jedes Jahr töten Hobbyjäger über fünf Millionen Wildtiere und rund 200.000 Katzen aus sportlichem Antrieb. Die Tierrechtsorganisation PETA argumentiert, dass diese Aktivitäten unnötiges Leid verursachen und Ökosysteme stören.
PETA-Sprecher Peter Höffken fordert ein Ende der Freizeitjagd, da sie weder ökologisch gerechtfertigt noch ethisch vertretbar sei. Die Organisation betont, dass die Jagd soziale Strukturen von Tieren zerschlage, Stress erhöhe und sogar die Fortpflanzungsraten bei bejagten Arten steigern könne.
Auch das Angeln wirft erhebliche Tierschutzprobleme auf. Fische sind fühlende Wesen, die Schmerzen empfinden und sich im Spiegel erkennen können. Dennoch erleiden Millionen von ihnen jährlich durch Angler Hakenverletzungen, langes Leiden und einen langsamen Erstickungstod.
Bisher gibt es in keinem deutschen Bundesland Gesetze, die Hobbyjagd oder -fischerei explizit verbieten oder einschränken. Die bestehenden Vorschriften konzentrieren sich auf das Wildtiermanagement, wie etwa die jüngsten Änderungen zum Wolfsschutz im Bundesjagdgesetz. PETA warnt, dass jeder, dem der Tierschutz am Herzen liegt, solche Aktivitäten weder ausüben noch unterstützen sollte.
In ihrer Kampagne fordert PETA ein vollständiges Verbot von Freizeitjagd und -fischerei in ganz Deutschland. Die Organisation unterstreicht, dass beide Praktiken Tieren flächendeckend Schaden zufügen, ohne einen notwendigen ökologischen Nutzen zu erfüllen. Bisher wurden jedoch weder auf Bundes- noch auf Landesebene rechtliche Maßnahmen ergriffen, um diese Probleme anzugehen.






