16 February 2026, 23:54

Watzke verlässt BVB-Geschäftsführung – und wird wohl neuer Präsident

Das Logo der Berlin Finance Initiative zeigt einen blauen Kreis mit weißer Umrandung und einem weißen "B" in der Mitte, umgeben von einem weißen Ring mit blau-weißem Karomuster, alles vor einem weißen Hintergrund mit der Aufschrift "Berlin Finance Initiative" in fetter schwarzer Schrift.

BVB-Mitglieder entscheiden über Watzkes neue Rolle - Watzke verlässt BVB-Geschäftsführung – und wird wohl neuer Präsident

Hans-Joachim Watzke tritt als langjähriger Geschäftsführer von Borussia Dortmund zurück

Nach über 20 Jahren an der Spitze des Vereins wird Hans-Joachim Watzke, der dienstälteste Geschäftsführer von Borussia Dortmund, an diesem Wochenende von seinem Posten zurücktreten. Sein Rückzug erfolgt noch vor der für Sonntag anstehenden Mitgliederversammlung, auf der er stattdessen als einziger Kandidat für das Amt des neuen Präsidenten des BVB-Trägervereins antreten wird. Der bisherige Amtsinhaber Reinhold Lunow hatte seine Kandidatur zurückgezogen, wodurch Watzke ohne Gegenkandidaten bleibt.

Watzkes Abschied aus der operativen Führung markiert das Ende einer Ära für den Verein. Seit 2005 prägte er als Geschäftsführer maßgeblich die finanzielle Konsolidierung und den sportlichen Aufstieg Dortmunds. Die Personalie ist Teil eines umfassenderen Umbruchs in der Vereinshierarchie.

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Die anstehende Mitgliederversammlung, die am Sonntag um 11:00 Uhr beginnt, wird jedoch nicht nur über Führungsfragen entscheiden. Im Mittelpunkt steht auch die anhaltende Unzufriedenheit mit dem umstrittenen Sponsoringvertrag zwischen dem BVB und dem Rüstungskonzern Rheinmetall. Seit der Bekanntgabe der Partnerschaft im Mai 2024 formiert sich Widerstand: Proteste, Petitionen von Friedensgruppen wie der DFG-VK sowie politische Kritik – etwa von der Partei Die Linke, die Rheinmetall als "Kriegsprofiteur" brandmarkt – halten bis heute an. Zwei Jahre nach Vertragsabschluss ebben die Forderungen nach einer Beendigung der Kooperation nicht ab.

Mit Lunows Rückzug aus dem Rennen um die Präsidentschaft gilt Watzkes Wahl als so gut wie sicher. Sein Wechsel vom Geschäftsführer zum Präsidenten würde ihn an die Spitze der strategischen Ausrichtung des Vereins bringen, mit Einfluss auf sportliche wie unternehmerische Entscheidungen.

Die Mitgliederversammlung wird nicht nur Watzkes neue Rolle bestätigen, sondern auch die Stimmungslage der Mitglieder zum Rheinmetall-Deal widerspiegeln. Seine Wahl zum Präsidenten würde seinen langfristigen Einfluss auf die Zukunft des BVB festigen. Gleichzeitig deutet der anhaltende Protest gegen die Sponsorenpartnerschaft darauf hin, dass das Thema die Vereinsführung weiterhin vor Herausforderungen stellen wird.