Wie drei Länder an die Weltkriege erinnern: Ein Vortrag über Erinnerungskultur in der Grenzregion
Jacqueline RöhrdanzWie drei Länder an die Weltkriege erinnern: Ein Vortrag über Erinnerungskultur in der Grenzregion
Öffentlicher Vortrag: Wie Belgien, Deutschland und die Niederlande seit 1945 an die Weltkriege erinnern
Am 25. November um 19:00 Uhr findet im Aachener Grashaus ein kostenloser öffentlicher Vortrag statt, der untersucht, wie Belgien, Deutschland und die Niederlande seit 1945 die Erinnerung an die Weltkriege gestalten. Eine Anmeldung über die Website von Europa am Dienstag ist für die Teilnahme vor Ort oder online erforderlich.
Im Mittelpunkt des Abends steht die Grenzregion Aachen-Lüttich-Maastricht, eine von Kriegsdenkmälern und historischen Stätten geprägte Landschaft. Der Historiker Alexander Barth analysiert, wie die Nachbarländer über die Jahrzehnte hinweg ihr gemeinsames Gedächtnis an Konflikt und Versöhnung geprägt haben.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Europa am Dienstag, organisiert von EUROPE DIRECT Aachen, dem Europäischen Klassenzimmer der Route Charlemagne und der Bischöflichen Akademie Aachen. Barths Vortrag spannt den Bogen von den Erinnerungsbemühungen unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Zwar gibt es in dieser Grenzregion keine dokumentierten gemeinsamen Projekte, doch Initiativen wie die 1998 gegründete Internationale Holocaust-Gedenkallianz (IHRA) und die EU-Erinnerungspolitik bieten einen weiteren Rahmen.
Interessierte können entweder persönlich im Grashaus teilnehmen oder den Livestream verfolgen. Die Veranstalter erheben keine Gebühr, eine vorab Online-Anmeldung ist jedoch Pflicht. Ziel ist es, die besondere Rolle der Region in der europäischen Geschichte zu beleuchten, wo Kriegsvergangenheit und moderne grenzüberschreitende Zusammenarbeit aufeinandertreffen.
Der Vortrag gibt Einblicke, wie drei Nationen mit gemeinsamer Kriegsgeschichte Erinnerung und Versöhnung gestalten. Barths Analyse könnte zudem eine Diskussion über zukünftige transnationale Gedenkinitiativen anstoßen. Wer teilnehmen möchte, kann sich über die Plattform Europa am Dienstag anmelden.
