Windkraft-Boom im Kreis Gütersloh: Dutzende neue Windräder geplant
Jacqueline RöhrdanzWindkraft-Boom im Kreis Gütersloh: Dutzende neue Windräder geplant
Kreis Gütersloh bereitet sich auf starken Ausbau der Windenergie vor
Im Kreis Gütersloh wird ein deutlicher Anstieg der Windkraftkapazitäten erwartet. Dutzende neue Windräder sollen in mehreren Gemeinden entstehen und die aktuelle Gesamtzahl mehr als verdoppeln. Der Ausbau folgt jüngsten Änderungen im Regionalplanungsrecht, die Beschränkungen für Höhe und Standort der Anlagen lockern.
Aktuell sind im Kreis 34 Windkraftanlagen in Betrieb. Diese Zahl wird deutlich steigen: Allein in diesem Jahr wurden bereits 18 neue Anlagen genehmigt – viermal so viele wie 2023. Weitere 29 Projekte befinden sich in der Prüfung und warten auf die endgültige Entscheidung.
Der größte Zubau erfolgt in Harsewinkel. Das deutsche Energieunternehmen WindXperts errichtet dort 13 Windräder, von denen zehn auf die Ortsteile Greffen (sieben Anlagen) und Marienfeld (drei Anlagen) entfallen. Das Unternehmen investiert rund 100 Millionen Euro in das Vorhaben; alle 13 Anlagen sollen bis Ende 2027 in Betrieb gehen.
Auch Herzebrock-Clarholz verzeichnet Wachstum: Drei Windräder sind bereits genehmigt, zwei weitere in der Prüfung. Weitere Anlagen sind in Rheda-Wiedenbrück, Langenberg und in der Stadt Gütersloh selbst geplant.
Der Schub beim Ausbau geht auf aktualisierte Abstandsregelungen in Nordrhein-Westfalen zurück. Nach den neuen Vorschriften dürfen Windräder nun bis zu doppelt so hoch sein wie der Abstand zum nächsten Wohngebäude – dadurch ergeben sich mehr mögliche Standorte. Sobald die neuen Anlagen fertiggestellt sind, wird die Gesamtzahl im Kreis deutlich über den aktuellen 34 liegen. Die ersten genehmigten Projekte sollen in den kommenden Jahren ans Netz gehen. Der Ausbau steht im Einklang mit den Bestrebungen, die Kapazitäten für erneuerbare Energien in der Region weiter auszubauen.






