21 February 2026, 15:25

Wohneigentum in Deutschland bleibt für viele ein unerreichbarer Traum

Eine Deutschlandkarte mit farbcodierten Regionen, die den Prozentsatz der Menschen darstellen, die im Bundesland Frankfurt leben, begleitet von Text auf der linken Seite, der die Bevölkerungsdichte erläutert.

Wohneigentum in Deutschland bleibt für viele ein unerreichbarer Traum

Deutschlands Wohnungsmarkt bleibt ein zentraler Indikator für soziale Ungleichheit – für viele ist Wohneigentum nach wie vor unerreichbar. Am Tag der sozialen Gerechtigkeit rücken steigende Kosten und die geringe Eigentumsquote erneut in den Fokus. Zwar haben sich die Hypothekenzinsen zuletzt etwas entspannt, doch die Erschwinglichkeit bleibt in weiten Teilen des Landes ein Problem.

Die Preise für Wohneigentum in Deutschland haben in den vergangenen Jahren starke Schwankungen durchlebt. 2022 sanken die Kosten um 9,7 % – in Gebieten wie Hamburg-Hammerbrook auf 687 €/m². 2023 stabilisierten sich die Preise, bevor sie wieder stiegen: 2024 um 4,1 %, 2025 sogar um 10,2 % auf 786 €/m². Dieser Anstieg fiel mit einem Rückgang der Hypothekenzinsen auf 3,4 bis 3,7 % Ende 2025 zusammen, was die Belastung für Käufer etwas verringerte.

Noch vor 2022 war der Kauf einer Immobilie in Nordrhein-Westfalen (NRW) fast so günstig wie das Mieten. Doch die stark gestiegenen Zinsen kehrten diesen Trend um – seither ist Mieten die günstigere Option. NRW verzeichnet mit 38,5 % eine der niedrigsten Wohneigentumsquoten Deutschlands. Noch schlechter sieht es in Städten wie Berlin, Hamburg und Bremen aus. Ländliche Kreise wie Coesfeld (55 %) oder Euskirchen (58,1 %) liegen deutlich höher, während urbane Regionen hinterherhinken.

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Hohe NebenkostenGrunderwerbsteuer, Notargebühren und Maklerprovisionen – treiben den Kaufpreis um 10 bis 12 % in die Höhe. Diese Hürden erklären mit, warum Deutschlands Eigentumsquote bei rund 50 % liegt – der niedrigste Wert in der EU, wo der Durchschnitt bei 68 % liegt. Kinder von Eigentümern haben deutlich bessere Chancen, selbst eine Immobilie zu erwerben, während Kinder aus Mietshaushalten vor großen Hindernissen stehen.

Bis Anfang 2026 sind die Hypothekenzinsen auf 3,6 bis 4,2 % gesunken, was die Erschwinglichkeit leicht verbessert. Doch steigende Grundstücks- und Baukosten belasten Käufer weiterhin. Angesichts der nach wie vor niedrigen Eigentumsquote bleibt der deutsche Wohnungsmarkt ein Spiegel tiefer sozialer Spaltung.