Wuppertals Plakat-Skandal: Warum nackte Brüste die Stadt spalten
Rolf-Peter ScheelWuppertals Plakat-Skandal: Warum nackte Brüste die Stadt spalten
"Brüste" – Empörung über nackte Busen auf Plakaten in Wuppertal
Teaser: Das Medienprojekt Wuppertal wirbt mit nackten Titten auf Plakaten für den Film "Busen – Perspektiven auf Brüste" – nun gibt es Streit.
Artikel: Eine Plakatkampagne in Wuppertal mit freizügig gezeigten Busen hat in der Stadt für Aufsehen gesorgt. Die Motive, Teil eines sozialpädagogischen Filmprojekts, sollten Diskussionen über Körperbilder und Geschlechterrollen anregen. Doch viele Anwohner:innen reagierten mit massenhaftem Abreißen oder Beschmieren der Plakate.
Das Wuppertaler Medienprojekt hatte die Aktion gestartet, um auf die medienpädagogische Reihe "Busen – Perspektiven auf Brüste" für Schulen aufmerksam zu machen. Die Plakate zeigten Brüste auf natürliche Weise, ohne Köpfe, um Frauen universell und nicht sexualisiert darzustellen. Projektleiter Andreas von Hören zeigte sich überrascht über die Heftigkeit der Ablehnung.
Mittlerweile sind die meisten Plakate aus Wuppertals Straßen verschwunden – entfernt oder beschädigt von Kritiker:innen. Die Entscheidung des Deutschen Werberats steht weiteren ähnlichen Projekten rechtlich nicht im Weg. Die Debatte über die öffentliche Darstellung von Brüsten – und die Reaktion der Gesellschaft darauf – bleibt vorerst ungelöst.
