Wupperverband: Effektive Trockenperiodenbewältigung und Baubeginn für neue Schlammverbrennungsanlage
Rolf-Peter ScheelWupperverband: Effektive Trockenperiodenbewältigung und Baubeginn für neue Schlammverbrennungsanlage
Der Wupperverband hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte bei der Modernisierung seiner Abläufe und des Umweltschutzes erzielt. Zu den jüngsten Projekten zählen digitale Aufrüstungen, Maßnahmen zur Wassereinsparung sowie langfristige Infrastrukturplanungen. Mit diesen Veränderungen sollen Effizienz und Nachhaltigkeit in der gesamten Region gesteigert werden.
2025 erweiterte der Verband sein Hochwassermelde-netz durch die Installation von 21 neuen Sensoren und einem Pegelmessgerät in Leichlingen. Diese Aufrüstung stärkte die Frühwarnsysteme und verbesserte die Hochwasservorhersage. Im selben Jahr trugen Renaturierungsarbeiten an Wipper und Murbach zur Optimierung der Fischwanderwege und zum Ausbau des Hochwasserschutzes bei.
Während einer Frühjahrsdürre 2025 sparte der Verband durch gezieltes Management 9,2 Millionen Kubikmeter Wasser ein. Dank angepasster Steuerung der Talsperren konnte zudem ein Sauerstoffmangel und damit einhergehende Fischsterben in der Wupper- und Bever-Talsperre verhindert werden. Diese Maßnahmen sicherten trotz schwieriger Bedingungen eine stabile Wasserqualität.
Zur Effizienzsteigerung führte der Verband das ERP-System SAP S/4HANA sowie weitere digitale Werkzeuge ein. Eine neue Klärschlammverbrennungsanlage in Wuppertal-Buchenhofen soll bis Ende 2028 schrittweise in Betrieb genommen werden. Gleichzeitig laufen die Planungen für eine große Abwasserbehandlungsanlage in Leverkusen – ein Gemeinschaftsprojekt mit Köln und Langenfeld –, deren Fertigstellung für 2032 vorgesehen ist.
Der Haushalt 2026 sieht leichte Anpassungen der Beitragssätze für Abwasserbehandlung und Gewässerunterhaltung vor. Die Änderungen spiegeln die anhaltenden Bemühungen wider, Kosten und Servicequalität in Einklang zu bringen.
Die jüngsten Initiativen des Wupperverbands konzentrieren sich auf Resilienz, Effizienz und Umweltschutz. Neue Infrastrukturprojekte, digitale Systeme und Nachhaltigkeitsstrategien werden die Wasserwirtschaft der Region in den kommenden Jahren prägen. Die für 2032 geplante Kläranlage markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer langfristig nachhaltigen Entwicklung.
