Zoll stoppt historischen US-Panzer auf der A2 – Fahrer ohne EU-Papiere
Rolf-Peter ScheelZoll stoppt historischen US-Panzer auf der A2 – Fahrer ohne EU-Papiere
Zollbeamte des Hauptzollamts Bielefeld hielten auf der Autobahn A2 einen Kleintransporter mit einem norwegisch zugelassenen Anhänger an. Das Fahrzeug transportierte eine ungewöhnliche Ladung: ein historisches M29C Weasel, ein amphibisches Kettenfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg, das von den USA stammte. Der 38-jährige Fahrer brachte das Fahrzeug von Norwegen nach Frankreich, um es dort zu verkaufen.
Der Mann verfügte zwar über eine Ausfuhrgenehmigung der norwegischen Behörden, nicht jedoch über die für die Einfuhr in die EU erforderlichen Zollpapiere. Die Beamten schätzten den Wert des Weasels auf 12.500 Norwegische Kronen. Da Waren aus Nicht-EU-Ländern in der Regel nur bis zu einem Wert von 300 Euro zollfrei eingeführt werden dürfen, überschritt der Fahrer diese Freigrenze deutlich.
Als Sicherheit für die zu erwartenden Einfuhrabgaben und eine mögliche Strafe hinterlegte der Fahrer 700 Euro. Die Zollbeamten leiteten daraufhin ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ein. Nach Erledigung aller Formalitäten durfte der Mann seine Fahrt fortsetzen.
Der Fall unterstreicht, wie wichtig korrekte Zollerklärungen beim Einreisen in die EU aus Drittstaaten sind. Werden die zollfreien Höchstgrenzen überschritten, fallen Einfuhrabgaben an. Dem Fahrer drohen nun mögliche rechtliche Konsequenzen wegen der fehlenden Unterlagen.
