Zugbegleiterin schildert den brutalen Alltag bei der Deutschen Bahn

Iwona Rogge
Iwona Rogge
2 Min.
Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Zugkollision mit Menschen in Helmen drumherum, Strommasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund.Iwona Rogge

Zugbegleiterin schildert den brutalen Alltag bei der Deutschen Bahn

Zugbegleiterin Mandy Brune spricht über die wachsende Gewalt gegen Bahnmitarbeiter

Mandy Brune, eine Zugbegleiterin, macht auf die zunehmenden Bedrohungen aufmerksam, denen Bahnangestellte ausgesetzt sind. Sie unterstützt eine neue Kampagne, die auf die täglichen Gefahren hinweisen soll, mit denen Beschäftigte konfrontiert werden. Die Initiative unter dem Titel "Niemals vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" will Fahrgäste für die Herausforderungen in öffentlichen Dienstleistungsberufen sensibilisieren.

Allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 meldeten 2.987 Mitarbeiter der Deutschen Bahn, Opfer von Straftaten geworden zu sein. Darunter waren durchschnittlich fünf körperliche Angriffe pro Tag – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren, auch wenn für 2023 keine offiziellen Zahlen vorliegen.

Brune selbst erlebte verbale Beleidigungen, Drohungen und sogar körperliche Einschüchterungsversuche während ihrer Arbeit. Oft standen Passagiere daneben, ohne einzugreifen. Doch in letzter Zeit beobachtet sie einen Wandel: Einige Reisende greifen mittlerweile ein, um sie in Konfliktsituationen zu verteidigen. Sie ist überzeugt, dass Aufklärungskampagnen langsam Wirkung zeigen.

Ziel der Initiative ist es, das öffentliche Bewusstsein für die menschlichen Folgen von Aggression gegen Beschäftigte zu schärfen. Brune fordert dringend bessere Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz.

Neithard von Böhlen, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in Nordrhein-Westfalen, unterstützt diese Forderungen. Er setzt sich für Doppelbesetzungen bei Schichten, verpflichtende Körperkameras für Mitarbeiter und eine spezielle Staatsanwaltschaft ein, die sich mit Übergriffen auf Zugbegleiter befasst. Seine Anforderungen spiegeln die wachsende Verärgerung über den mangelnden Schutz für Beschäftigte im Frontbereich wider.

Während die Angriffe auf Bahnmitarbeiter zunehmen, gewinnt die Kampagne weiter an Unterstützung. Laut den Zahlen von 2025 kommt es täglich zu durchschnittlich fünf körperlichen Übergriffen auf Beschäftigte der Deutschen Bahn. Gewerkschaftsvertreter und Mitarbeiter wie Brune fordern nachdrücklich strengere Maßnahmen, um die Sicherheit in Zügen und auf Bahnhöfen zu gewährleisten.

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