Zukunft der historischen Innenstadt: CDU fordert städtebaulichen Wettbewerb und schnelle Entscheidungen
Jacqueline RöhrdanzZukunft der historischen Innenstadt: CDU fordert städtebaulichen Wettbewerb und schnelle Entscheidungen
Die Zukunft der historischen Stadthäuser in der Innenstadt ist zu einem zentralen Thema in den lokalen Entwicklungsplänen geworden. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht nun die Frage, wie der Bereich zwischen dem Konrad-Adenauer-Platz und der Gohrsmühle am besten genutzt werden soll – unter den Vorschlägen sind Büros und Mikroapartments.
Die CDU hat hier eine klare Position bezogen und pocht darauf, dass die Stadt den Prozess vorerst selbst steuern soll. Dies stellt eine Kehrtwende im Vergleich zu ihrer früheren Haltung beim Zanders-Gelände dar. Fraktionschef Metten argumentiert, die Stadt solle zunächst eine Strukturanalyse durchführen und den Bedarf ermitteln, bevor Investoren einbezogen werden. Zudem schlägt er einen städtebaulichen Wettbewerb vor, um Ideen zu sammeln, betont aber, dass Abrisse zügig erfolgen müssten, um langfristige Leerstände zu vermeiden.
Neue Aspekte bereichern die Debatte, darunter die Verlegung der Busspur und die Freilegung des Strunde-Flusses. Die CDU setzt damit auf stadtgesteuerte Entscheidungen vor privaten Investitionen – ein Kontrast zu früheren Strategien. Gleichzeitig könnte das Bundesprogramm "Bau-Beschleuniger" den Bau von Wohnhochhäusern mit bis zu zehn Stockwerken ermöglichen, falls es hier zur Anwendung kommt.
Die Stadt strebt an, das Design dieses "Premium-Standorts" vorzugeben, will das Projekt selbst jedoch nicht managen. Stattdessen sollen frühzeitig grundlegende Weichen gestellt, Verfahren vereinfacht und anschließend Investoren eingebunden werden. Im Donnerstags-Termin des Stadtentwicklungsausschusses wurde allerdings kein konkreter Vorschlag für den Rathausgebäudekomplex vorgelegt, sodass die nächsten Schritte ungewiss bleiben.
Die Diskussion um die historischen Stadthäuser und das umliegende Areal bleibt damit vorerst ungelöst. Der CDU-Vorstoß für einen Wettbewerb und schnelle Abrisse erhöht den Handlungsdruck. Sollten Bundesmittel fließen, könnten höhere Wohngebäude entstehen – und damit das Stadtbild sowie die künftige Entwicklung Bergisch Gladbachs prägen.
