Zwischen Erotik und Abscheu: Alexandra Birckens Werk untersucht die Beziehung zwischen Körper und Maschine
Milan SüßebierZwischen Erotik und Abscheu: Alexandra Birckens Werk untersucht die Beziehung zwischen Körper und Maschine
Zwischen Erotik und Abscheu: Alexandra Birckens Werke sezieren das Verhältnis von Körper und Maschine
Teaser: In den Skulpturen der deutschen Künstlerin ist der Körper ein fragiles, sich auflösendes Wesen – gefangen in den Mechanismen von Produktion, Bild und Konsum.
8. Dezember 2025, 16:00 Uhr
Die deutsche Künstlerin Alexandra Bircken sorgt mit ihren markanten Skulpturen für Aufsehen, die den menschlichen Körper neu definieren. Eines ihrer meistdiskutierten Werke – eine große, durchbohrte Zunge – wurde im Juli 2024 in Wien installiert. Obwohl ihre Karriere zuvor kaum dokumentiert war, hat ihr mutiger Ansatz nun breiteres Interesse geweckt.
Birckens Skulpturen zeigen den Körper als verletzlich und im Zerfall begriffen. Sie untersucht, wie sich Verhaltensweisen, Begierden und Traumata in diesen Formen manifestieren. Die Materialien und Techniken, die sie einsetzt, spiegeln tiefere Spannungen zwischen Fleisch und Struktur wider.
Häufig arbeitet sie mit Ready-mades und Aneignung, indem sie Alltagsgegenstände zu beunruhigenden Figuren umfunktioniert. Diese Werke erkunden, wie der Körper in Systemen der Produktion, des Bildes und des Konsums gefangen ist. Die durchbohrte Zunge in Wien dient als eindrucksvolles Beispiel – eine Mischung aus roher Körperlichkeit und industriellen Einflüssen. Vor 2025 fanden sich kaum öffentliche Aufzeichnungen über ihre früheren Projekte. Doch die Wiener Installation hat sie als eigenständige Stimme in der zeitgenössischen Skulptur positioniert.
Birckens Kunst stellt infrage, wie wir den Körper in der modernen Gesellschaft wahrnehmen. Durch die Verschmelzung industrieller Materialien mit organischen Formen legt sie verborgene Kämpfe im menschlichen Dasein offen. Ihre wachsende Anerkennung deutet darauf hin, dass diese Themen auch in künftigen Ausstellungen nachwirken werden.
