17 June 2026, 17:33

Apothekerkammer stoppt Telemedizin-Station in Winterberger Apotheke kurz vor Eröffnung

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Apothekerkammer stoppt Telemedizin-Station in Winterberger Apotheke kurz vor Eröffnung

Die Apothekerkammer der Region hat die Aufstellung einer Telemedizin-Station in der Franziskus-Apotheke in Winterberg blockiert. Die Entscheidung fiel nur einen Tag vor der feierlichen Wiedereröffnung der Apotheke. Besitzer Jürgen Schäfer hatte den 60.000 Euro teuren Medivise-Stand bereits für die geplante Installation am 18. Dezember erworben.

Die Apothekerkammer begründete das Verbot damit, dass eine Arztstation innerhalb einer Apotheke gegen gesetzliche Vorschriften verstoße. Zudem warnte sie vor möglichen unangemessenen Patientenüberweisungen. Schäfer widerspricht dieser Auffassung und verweist auf die Vorteile der Station für den täglichen Arbeitsablauf. Sein Argument: Sie könne die Ausstellung von Folgeverordnungen beschleunigen und die Belastung der Notdienste verringern.

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Schäfer hat inzwischen Widerspruch gegen die Entscheidung eingelegt und eine schriftliche Begründung des Verbots angefordert. Die Apotheke befindet sich dadurch in einer unsicheren Lage. Das Jurateam von Medivise betont unterdessen, dass es keine rechtlichen Hindernisse für die Installation gebe. Man verweist darauf, dass Telemedizin in Apotheken nach deutschem Recht – konkret § 129, Absatz 5h des Sozialgesetzbuchs – zulässig sei.

Für Anfang nächsten Jahres plant Schäfer, die Apotheke an seine angestellte Apothekerin Jasmin Ennulath zu übergeben. Beide sind sich einig, dass die Telemedizin erhebliche Vorteile bietet, insbesondere für ländliche Regionen wie Winterberg.

Durch das Verbot verzögert sich die Einführung der Station, und die Zukunftspläne der Apotheke bleiben ungewiss. Schäfers Widerspruch könnte zu einer erneuten Prüfung der Kammerentscheidung führen. Bis auf Weiteres bleibt die Medivise-Station trotz ihrer rechtlichen Absicherung und potenziellen Vorteile ungenutzt.

Quelle