02 April 2026, 10:32

Arzt aus Detmold wegen tödlichen Behandlungsfehlers an zwölfjährigem Mädchen verurteilt

Schwarz-weißes Gerichtsszenario aus dem Prozess "The Brighton Railway Tragedy", mit einer stehenden Person, die ein Buch hält und einem Zug im Hintergrund.

Todesfall eines Zwölfjährigen in einer Klinik: Haftstrafe für Arzt in Detmold - Arzt aus Detmold wegen tödlichen Behandlungsfehlers an zwölfjährigem Mädchen verurteilt

Ein Arzt aus Detmold ist zu einer Haftstrafe verurteilt worden, nachdem ein zwölfjähriges Mädchen im Dezember 2019 aufgrund ärztlichen Kunstfehlers gestorben war. Das Gericht urteilte, dass Behandlungsfehler direkt zum Tod des Kindes führten, nachdem es mit dem Verdacht auf fieberhafte Gastroenteritis eingeliefert worden war.

Das Mädchen war Ende 2019 mit schweren Symptomen in ein Detmolder Krankenhaus gebracht worden. Die Ärzte vermuteten eine fieberhafte Gastroenteritis, doch der angeklagte Mediziner unterließ die notwendige Behandlung. Einen Tag später verstarb das Kind.

Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst sowohl den Arzt als auch eine Kinderkrankenschwester wegen Fahrlässigkeit angeklagt. Später wurde die Schwester jedoch freigesprochen, sodass der Arzt als einziger Angeklagter übrig blieb. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch, doch das Gericht folgte der Argumentation der Anklage.

Der Richter bestätigte, dass das Unterlassen des Arztes den tödlichen Ausgang verursacht habe. Weitere Einzelheiten zu den konkreten versäumten medizinischen Maßnahmen oder den Standardprotokollen in solchen Fällen wurden nicht bekannt gegeben.

Mit dem Urteil endet ein langwieriger Rechtsstreit. Der Arzt muss nun eine Haftstrafe wegen des Todes der jungen Patientin antreten. In der Entscheidung wurde weder auf übergeordnete medizinische Richtlinien noch auf die frühere Beteiligung der Krankenschwester eingegangen.

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