02 April 2026, 12:41

NRW-Polizei setzt vermehrt auf Elektroschockpistolen – Pilotprojekt zeigt Erfolge und Risiken

Eine Gruppe von Polizisten steht auf der Straße neben einer Tram, mit Fahrzeugen, Strommasten, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Bericht: Polizei sieht Taser-Einsatz positiv - NRW-Polizei setzt vermehrt auf Elektroschockpistolen – Pilotprojekt zeigt Erfolge und Risiken

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen (NRW) zeigt sich sehr zufrieden mit dem Einsatz von Elektroschockpistolen im Rahmen eines laufenden Pilotprojekts. Die als "Distanz-Elektroimpulsgeräte" (DEG) bekannten Waffen wurden zunächst von 18 der 47 Polizeibehörden des Landes getestet. Mittlerweile setzen 29 Behörden sie ein, wie das NRW-Innenministerium mitteilte.

Das Pilotprojekt startete, nachdem die Landesregierung – eine Koalition aus Christlich Demokratischer Union (CDU) und Grünen – den Test der Geräte sowie die Finanzierung unabhängiger Forschung beschlossen hatte. Zwei wissenschaftliche Studien mit fast 4.000 beteiligten Beamten wurden in Auftrag gegeben, um deren Wirkung zu bewerten.

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Eine in Berlin durchgeführte Untersuchung kam zu dem Schluss, dass die Elektroschockpistolen als "technisch zuverlässige Einsatzmittel" gelten. Viele Beamte lobten ihre Fähigkeit, angespannte Situationen zu deeskalieren. Allerdings stellte die Studie der Polizeiakademie auch fest, dass einige Beamte die Waffen vorschnell zogen – selbst wenn der Einsatz von Gewalt noch nicht gerechtfertigt war.

Medizinische Forschungen bezeichneten die Geräte als eine "sinnvolle Ergänzung" der Polizeiausrüstung. Trotz Bedenken hinsichtlich Missbrauchs führten die Ergebnisse zu einer weiteren Verbreitung in ganz NRW.

Bis April 2026 werden 29 Polizeibehörden in NRW die Elektroschockpistolen einsetzen – gegenüber den anfänglichen 18. Die Studien zeigen sowohl die Vorteile als auch die Risiken der Geräte auf. Die Landesregierung hat noch nicht entschieden, ob das Programm dauerhaft fortgeführt wird.

Quelle