Bielefelder Paar entgeht knapp Betrug bei britischem Reiseantrag
Jacqueline RöhrdanzBielefelder Paar entgeht knapp Betrug bei britischem Reiseantrag
Ein Paar aus Bielefeld entging nur knapp einem finanziellen Verlust durch eine gefälschte Website, als es einen britischen Reiseantrag stellte. Am 13. März 2026 erstatteten sie Anzeige bei der Polizei, nachdem ihnen während des Zahlungsvorgangs verdächtige Gebühren aufgefallen waren. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Risiken für Reisende, die inoffizielle Seiten für visumbezogene Dienstleistungen nutzen.
Die beiden hatten online nach einer Möglichkeit gesucht, eine Electronic Travel Authorisation (ETA) zu beantragen – eine seit Anfang 2025 für die Einreise nach Großbritannien erforderliche Genehmigung. Sie gaben ihre persönlichen Daten sowie Kreditkarteninformationen auf einer Website ein, die sie für offiziell hielten. Bei der Zahlung belief sich der Gesamtbetrag jedoch auf etwa 240 Euro – weit über der tatsächlichen Gebühr von 18,50 Euro pro Person.
Sie brachen die Transaktion sofort ab und kontaktierten ihre Bank, um die Karte sperren zu lassen. Die Behörden bestätigten später, dass alle ETA-Anträge ausschließlich über das offizielle Portal der britischen Regierung unter www.gov.uk/eta gestellt werden müssen. Die Verbraucherzentrale Deutschland wies daraufhin Reisende erneut darauf hin, vor der Eingabe sensibler Daten die Authentizität einer Website zu prüfen.
Bereits im August 2025 hatte die Polizei im Rhein-Kreis Neuss zwei unabhängige Betrugsfälle im Zusammenhang mit gefälschten Visumdienstleistungen untersucht. Im Juni desselben Jahres war zudem eine allgemeine Warnung vor betrügerischen Visumangeboten herausgegeben worden, wobei die genaue Zahl der ETA-bezogenen Betrugsfälle unklar bleibt.
Durch ihr schnelles Handeln konnte das Paar einen finanziellen Schaden abwenden. Der Fall zeigt jedoch, wie hartnäckig Online-Betrug bleibt. Reisende werden dringend aufgefordert, Anträge ausschließlich über die offizielle Website der britischen Regierung zu stellen, um Betrug zu vermeiden. Die Behörden beobachten weiterhin gefälschte Plattformen, die es auf Visumantragsteller abgesehen haben.






