Blessing fordert mehr Privatkapital für Deutschlands Infrastruktur und Pharmaforschung
Rolf-Peter ScheelBlessing fordert mehr Privatkapital für Deutschlands Infrastruktur und Pharmaforschung
Martin Blessing, der Investitionsbeauftragte Deutschlands und Berater von Bundeskanzler Olaf Scholz, hat die Regierung aufgefordert, den Privatsektor stärker in ihre Infrastrukturpläne einzubinden. Zudem forderte er Nachbesserungen bei den jüngsten Gesundheitsreformen, nachdem mehrere Pharmaunternehmen ihre Investitionen im Land zurückgefahren hatten.
Blessing kritisierte, dass die Regierung öffentliche Mittel nur unzureichend nutze, um privates Kapital anzuziehen. Er betonte die Notwendigkeit stärkerer öffentlich-privater Partnerschaften, um die Investitionstätigkeit zu beleben.
Er schlug vor, Pharmaunternehmen, die in Deutschland forschen oder produzieren, bevorzugt zu behandeln – im Gegensatz zu solchen, die hier lediglich verkaufen. Zudem unterstrich er die Bedeutung, Deutschlands führende Rolle in der globalen Arzneimittelforschung und -entwicklung zu sichern.
Darüber hinaus argumentierte Blessing, dass eine Rentenreform entscheidend sei, um mehr Kapital ins Land zu lenken. Er regte an, die kapitalgedeckten Altersvorsorge zu erweitern, um den Kapitalmarkt zu stärken. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Investorenstimmung seit der Ankündigung des großen Investitionspakets der Koalitionsregierung nachgelassen habe.
Die Forderungen nach Reformen kommen zu einer Zeit, in der Pharmaunternehmen ihre Investitionen in Deutschland reduzieren. Blessings Vorschläge zielen darauf ab, die Attraktivität des Standorts für private Investoren zu erhöhen und die Position Deutschlands als führende Nation in der pharmazeutischen Innovation zu festigen.






