Bundesbank plant Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen durch Fünf-Cent-Rundung
Jacqueline RöhrdanzBundesbank plant Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen durch Fünf-Cent-Rundung
Die deutsche Bundesbank schlägt vor, Bargeldzahlungen künftig auf volle fünf Cent zu runden. Damit würden Ein- und Zwei-Cent-Münzen schrittweise aus dem Zahlungsverkehr verschwinden. Mehrere EU-Länder, darunter Finnland und die Niederlande, setzen bereits ähnliche Systeme ein, um den Zahlungsverkehr zu vereinfachen und Kosten zu sparen.
Laut dem Plan der Bundesbank würden kleine Bargeldbeträge an der Kasse angepasst: Ein Preis von 2,02 Euro würde auf 2,00 Euro abgerundet, während 3,99 Euro auf 4,00 Euro aufgerundet würden. Ziel ist es, die Ausgaben für die Prägung, Verpackung und den Transport der kleinteiligen Münzen zu verringern.
Die Idee ist in Europa nicht neu. Mindestens sieben Länder – Finnland, die Niederlande, die Slowakei, Irland, Italien, Belgien und Estland – haben bereits die Fünf-Cent-Rundung eingeführt. Dort sind Ein- und Zwei-Cent-Münzen zwar weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel, zirkulieren aber kaum noch, da Händler sie nur annehmen müssen, wenn sie die Kunden darüber informieren.
In Deutschland scheinen viele Verbraucher für die Umstellung bereit zu sein. Eine Bundesbank-Studie aus dem Jahr 2023 zeigte, dass Bargeld noch immer etwa die Hälfte aller Ladenzahlungen ausmacht. Einige Supermärkte in Nordrhein-Westfalen erlauben Kunden bereits, ihre Rechnungsbeträge auf volle zehn Cent aufzurunden – ein Zeichen dafür, dass die Bevölkerung strengere Rundungsregeln problemlos akzeptieren könnte.
Wird der Vorschlag umgesetzt, würde sich Deutschland anderen EU-Staaten anschließen, die kleine Münzen bereits abgeschafft haben. Die Änderung könnte die Kosten für Unternehmen und Banken senken und gleichzeitig Bargeldzahlungen praktikabel halten. Die nächsten Schritte der Bundesbank werden zeigen, ob der Plan vorankommt.






