Deutsche Telekom frustriert: Glasfasernetz wächst – doch kaum einer nutzt es
Iwona RoggeTelekom verdient nicht genug an Glasfaser-Internet - Deutsche Telekom frustriert: Glasfasernetz wächst – doch kaum einer nutzt es
Deutsche Telekom baut Glasfasernetz auf 11,8 Millionen Haushalte und Unternehmen aus – doch nur 16,1 Prozent nutzen es
Die Deutsche Telekom hat ihr Glasfasernetz auf 11,8 Millionen deutsche Haushalte und Unternehmen erweitert. Doch nur 16,1 Prozent derjenigen, die Zugang haben, haben den Dienst tatsächlich abonniert. Die Unternehmensführung zeigt sich nun frustriert über die zögerliche Nachfrage und fordert politische Maßnahmen, um die Installation zu beschleunigen.
"Viel zu niedrige" Nutzerzahlen – Telekom-Chef fordert Reformen
Vorstandsvorsitzender Tim Höttges bezeichnete die aktuelle Glasfaser-Nutzung als "viel zu gering". Zwar würden sich die Investitionen in die Technologie auszahlen, doch dem Konzern gelinge es nicht, die Infrastruktur in Umsatz umzuwandeln. Allein im dritten Quartal gewann die Telekom 155.000 neue "Fiber to the Home"(FTTH)-Kunden – doch das Gesamtwachstum bleibt schwach.
Höttges kritisierte zudem große Vermieter, die Gebühren für den Glasfaserausbau in Mehrfamilienhäusern verlangen. Er forderte die Politik auf, die Abläufe zu vereinfachen, insbesondere in Wohnanlagen, wo es häufig zu Verzögerungen kommt. Finanzvorstand Christian Illek teilte diese Bedenken und zeigte sich enttäuscht vom langsamen Tempo bei den Kundenabschlüssen.
Bis 2024 könnten 17,3 Millionen Haushalte Glasfaser nutzen – doch nur 7,8 Millionen haben es
Branchenangaben des VATM zufolge könnten bis Ende 2024 theoretisch 17,3 Millionen deutsche Haushalte, Unternehmen und Behörden Glasfaser-Internet nutzen. Tatsächlich verfügen jedoch nur 7,8 Millionen über einen direkten Glasfaseranschluss. Prognosen zufolge wird die Abdeckung bis Jahresende auf etwa 25 Millionen Haushalte ausgeweitet.
Die Telekom will nun verstärkt Einfamilienhäuser erschließen, um die Nutzerzahlen landesweit zu steigern. Zwar wächst das Glasfasernetz weiter, doch die Kundennachfrage bleibt eine Herausforderung. Da nur ein Bruchteil der berechtigten Nutzer den Dienst bucht, drängt das Unternehmen auf regulatorische Änderungen und schnellere Ausbauraten. Ziel ist es, Hochgeschwindigkeits-Glasfaser für Millionen weitere Haushalte in Deutschland bald zum Standard zu machen.






