12 April 2026, 00:40

Ferdinand Aßhoffs Abschied markiert das Ende einer Krisenzeit im Kreis Düren

Alte Karte aus dem 18. Jahrhundert von Köln, Deutschland, die Gebäude, Bäume und Text auf altem Papier zeigt.

Ferdinand Aßhoffs Abschied markiert das Ende einer Krisenzeit im Kreis Düren

Ferdinand Aßhoffs Amtszeit als kommissarischer Leiter des Kreises Düren ist offiziell beendet. Sein Abschied markiert einen tiefgreifenden Wandel in der Verwaltung des Kreises nach Monaten der Kontroversen und Reformbemühungen. Die Verabschiedungsfeier fand ohne die Anwesenheit seines Nachfolgers, Ralf Nolten, statt, der sich zu diesem Zeitpunkt im Urlaub befand.

Aßhoff war von der Landesregierung eingesetzt worden, um den Kreis Düren nach einem Schmugelskandal, der die Verwaltung in eine tiefe Krise gestürzt hatte, zu stabilisieren. Seine Amtszeit war von schwierigen Entscheidungen geprägt, darunter die Wiedereinführung von Kita-Gebühren – ein Schritt, der auf Kritik stieß. Zudem strebte er an, die finanzielle Belastung der Kommunen zu verringern, indem er ihre Pflichtbeiträge zu den Kreisumlagen kürzte.

In seiner Abschiedsrede würdigte Aßhoff die hohe Belastung, der sich die Kreisbediensteten aufgrund des Skandals und der Suspendierung des vorherigen Kreisverwalters ausgesetzt sahen. Seine Bemühungen, die Finanzen des Kreises neu auszurichten, wurden von Thomas Wilk, dem Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Köln, gelobt, der die Ernennung Aßhoffs als richtige Entscheidung bezeichnete.

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Der neu gewählte Landrat, Ralf Nolten, hatte sich zuvor öffentlich gegen Aßhoffs Sparpolitik ausgesprochen. Seine Abwesenheit bei der Feier unterstrich die Spannungen zwischen der scheidenden und der künftigen Führung. Unterdessen warnte Marion Schunck-Zenker, Bürgermeisterin von Linnich und Sprecherin der Kreisbürgermeister, dass die Bewältigung der Skandalfollow-up-Aufgaben eine zentrale Herausforderung für den neuen Kreistag bleibe.

Mit Aßhoffs Abgang schließt sich ein Kapitel für den Kreis Düren. Die neue Verwaltung muss nun die anhaltenden finanziellen und reputativen Probleme angehen, die der Skandal hinterlassen hat. Die nächsten Schritte des Kreises hängen davon ab, wie Nolten und der Kreistag diese ungelösten Herausforderungen meistern werden.

Quelle