12 April 2026, 00:41

Neues Schutzgebiet für gefährdete Zauneidechsen bei Vlothoer Burg entsteht

Nahaufnahme einer Sand-Eidechse auf dem Boden zwischen Steinen und Zweigen.

Neues Schutzgebiet für gefährdete Zauneidechsen bei Vlothoer Burg entsteht

1.400 Quadratmeter großer Hang nahe der Vlothoer Burg wird zum neuen Lebensraum für seltene Zauneidechsen

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Ein 1.400 Quadratmeter großes Gelände am Hang unterhalb der Vlothoer Burg wird in ein neues Schutzgebiet für die streng gefährdete Zauneidechse umgewandelt. Das Projekt unter der Leitung der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Herford soll die seltene Art langfristig sichern. Die Bauarbeiten beginnen im November 2025; während dieser Zeit kommt es aus Sicherheitsgründen zu vorübergehenden Wegesperrungen.

Die Zauneidechse (Lacerta agilis) bevorzugt warme, offene Landschaften mit lockerem Boden. Im Kreis Herford existieren nur noch wenige Populationen, vor allem im Raum Vlotho. Eine erfolgreiche Umsiedlung während der Sanierung der Vlothoer Burg führte 2025 zu bestätigten Fortpflanzungserfolgen – ein Beweis dafür, dass das Gebiet ideal für die Tiere ist.

Das neue Biotop wird im oberen Hangbereich flache, terrassierte Erdwälle aufweisen, die den Eidechsen Sonnenplätze, Eiablagemöglichkeiten und Rückzugsräume bieten. Darunter entstehen artenreiche Magerwiesen, die Insekten und anderen Wildtieren Lebensraum geben. Als Ausgleich für den verlorenen Waldbereich wird der Kreis Herford auf einer 3.000 Quadratmeter großen Fläche in Vlotho-Exter Aufforstungen durchführen.

Während der Bauphase bleibt der Coringenweg unterhalb der Burg gesperrt; eine Umleitung führt über den Apothekerweg. Die Behörden bitten Spaziergänger, die vorübergehenden Einschränkungen zu respektieren, solange die Arbeiten andauern.

Das Vorhaben schafft nicht nur ein langfristiges Refugium für die Zauneidechse, sondern stärkt auch die lokale Artenvielfalt. Die Erdarbeiten sollen – wetterabhängig – im November 2025 beginnen. Nach Fertigstellung steht den Tieren ein geschützter Lebensraum für eine der seltensten Reptilienarten Deutschlands zur Verfügung.

Quelle