Gamescom 2024 in Köln: Rekordbesuch und brisante Gamer-Studie zu Einsamkeit und Hass
Rolf-Peter ScheelGamescom 2024 in Köln: Rekordbesuch und brisante Gamer-Studie zu Einsamkeit und Hass
Gamescom in Köln gestartet – die größte Messe für Video- und Computerspiele weltweit
Die Gamescom, die größte Fachmesse für Video- und Computerspiele, hat in Köln ihre Tore geöffnet. Von Mittwoch bis Sonntag werden mehrere hunderttausend Besucher erwartet. Am Dienstagabend fand eine feierliche Eröffnungsveranstaltung statt, bevor am nächsten Morgen die Ausstellungshallen für das Publikum zugänglich wurden.
Eine aktuelle Umfrage gibt Aufschluss über die Demografie und Einstellungen leidenschaftlicher Gamer. Drei Viertel von ihnen sind Männer, 55 Prozent gehören der Altersgruppe zwischen 16 und 34 Jahren an. Viele berichten von negativen sozialen Erfahrungen beim Spielen: 38 Prozent geben an, häufig oder sehr häufig beleidigt zu werden. Gleichzeitig erlebt etwa ein Drittel verbale Angriffe nur selten oder sehr selten.
Einsamkeit scheint in dieser Gruppe weit verbreitet zu sein – 58 Prozent fühlen sich mäßig oder stark einsam. Die Studie förderte zudem besorgniserregende Ansichten zutage: 43 Prozent stimmen der Aussage zu, Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt. Feindseligkeit gegenüber LGBTQ+-Personen und antifeministische Haltungen sind demnach ebenfalls relativ weit verbreitet. Zudem hatte fast ein Drittel (27 Prozent) der engagierten Gamer im vergangenen Jahr an einer Demonstration teilgenommen.
Die Ergebnisse werfen ein Licht auf die sozialen Dynamiken und Einstellungen innerhalb der Hardcore-Gaming-Community. Die Gamescom läuft noch bis zum Wochenende und zieht große Menschenmengen nach Köln. Die Messe bleibt ein zentraler Treffpunkt für Fans und Branchenvertreter gleichermaßen.






