24 June 2026, 18:24

Ganztagsbetreuung ab 2026: Warum viele Grundschulkinder leer ausgehen

185 OGS-Plätze Fehlen - Stadt Erfüllt Keine Rechtsansprüche

Ganztagsbetreuung ab 2026: Warum viele Grundschulkinder leer ausgehen

Ab dem Schuljahr 2026/27 wird jedes Grundschulkind in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf ganztägige Betreuung haben. Die Umstellung beginnt mit den Erstklässlern, doch bereits jetzt fehlen an vielen Schulen die Kapazitäten. In Bergisch Gladbach erhalten trotz elterlicher Anmeldung 185 Kinder keinen Platz in der Nachmittagsbetreuung.

An der GGS Heidkamp konkurrieren fast 300 Schülerinnen und Schüler um nur 200 Plätze in der Offenen Ganztagsschule (OGS). Auch Erstklässler mit gesetzlichem Anspruch werden abgewiesen. Die Stadt plant, die Situation durch ein „erweitertes Betreuungsangebot“ an der Heidkamp-Schule zu entlasten – mit zehn zusätzlichen Plätzen von 11:30 Uhr bis 14:00 Uhr.

Die GGS Moitzfeld zählt 240 Kinder, doch nur 140 OGS-Plätze stehen zur Verfügung – das deckt etwa 58 Prozent des Bedarfs. Dreizehn Erstklässler mit Rechtsanspruch auf Betreuung gehen hier leer aus. Ein Erweiterungsbau für die GGS und die OGS in Moitzfeld soll 2027 beginnen.

Ohne die derzeitige Randzeitenbetreuung an vier Grundschulen vor Ort wäre die Lage noch angespannter. Dennoch können 32 Kinder in Bergisch Gladbach ihren gesetzlichen Betreuungsanspruch nicht einlösen, weil die Stadt keine freien Plätze hat.

Der künftige Rechtsanspruch wird den Druck auf die Schulen weiter erhöhen. Bergisch Gladbach kämpft bereits jetzt mit Engpässen. Erweiterungen sind geplant, doch viele Familien müssen bis zur Umsetzung auf Lösungen warten.

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