Großrazzia des Zolls deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug in der Kölner Baubranche auf
Rolf-Peter ScheelGroßrazzia des Zolls deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug in der Kölner Baubranche auf
Zollbeamte haben in Köln und den umliegenden Kreisen groß angelegte Kontrollen durchgeführt. Über 110 Beamte überprüften nahezu 280 Beschäftigte der Baubranche auf die Einhaltung von Arbeits- und Aufenthaltsrecht. Die Aktion umfasste die Stadt Köln sowie die Kreise Rhein-Sieg, Leverkusen und Rheinisch-Bergisch.
In Köln wurden 123 Arbeitnehmer von 51 Arbeitgebern kontrolliert, in Leverkusen 75 Beschäftigte von 11 Betrieben. Im Rhein-Sieg-Kreis standen 39 Mitarbeiter von 15 Arbeitgebern unter Prüfung, während im Rheinisch-Bergischen Kreis 42 Beschäftigte von 11 Unternehmen überprüft wurden.
Bei den Kontrollen deckten die Beamten zahlreiche Verstöße auf: Elf Männer verfügten weder über gültige Aufenthaltstitel noch über Arbeitserlaubnisse. Gegen drei Firmen besteht der Verdacht, den gesetzlichen Mindestlohn nicht gezahlt zu haben. Zudem gab es in fünf Fällen nicht gemeldete Sozialabgaben sowie Hinweise auf Sozialleistungsbetrug.
Mittlerweile wurden strafrechtliche Ermittlungen gegen die elf undokumentierten Arbeiter und ihre Arbeitgeber eingeleitet. Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Probleme in der Baubranche, wo Behörden wiederholt Verstöße gegen Lohnvorschriften, Meldepflichten bei Sozialabgaben und Aufenthaltsbestimmungen feststellen. Rechtliche Verfahren werden über die Konsequenzen für die Beteiligten entscheiden.
