Großrazzia im Ruhrgebiet zerschlägt mutmaßliches Schwarzarbeits-Netzwerk mit 40 Verdächtigen
Rolf-Peter ScheelGroßrazzia im Ruhrgebiet zerschlägt mutmaßliches Schwarzarbeits-Netzwerk mit 40 Verdächtigen
Großrazzia gegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung im Ruhrgebiet
In Nordrhein-Westfalens Ruhrgebiet hat eine großangelegte Aktion gegen undeclarierte Beschäftigung und Steuerhinterziehung stattgefunden. Am 24. März 2026 leiteten Zollbeamte eine umfangreiche Operation gegen einen Logistik-Dienstleister ein, dem vorgeworfen wird, ein kriminelles Unternehmen betrieben zu haben. Im Rahmen der Ermittlungen wurden drei Haftbefehle vollstreckt.
An der Aktion beteiligten sich Hunderte Beamte verschiedener Behörden, darunter das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW), die Zentrale Anlaufstelle zur Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzstraftaten (ZeFin NRW), die Bundespolizei sowie eine Spezialeinheit des Zolls. Insgesamt wurden 37 Durchsuchungsbefehle in der Region umgesetzt.
Bei den Razzien beschlagnahmten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial, darunter Dokumente und digitale Datenträger. Zudem konfiszierten sie 174.000 Euro in bar sowie sechs elektrische Lastenräder. Die sichergestellten Unterlagen werden nun detailliert ausgewertet, um weitere Einzelheiten der mutmaßlichen Straftaten aufzudecken.
Dem Subunternehmer wird vorgeworfen, Kurierfahrer systematisch in bar bezahlt zu haben, ohne Sozialabgaben abzuführen. Zudem besteht der Verdacht auf Steuerhinterziehung und die Bildung einer kriminellen Vereinigung. Die Ermittlungen haben bereits mehrere Unternehmen aus der Logistik- und Transportbranche identifiziert; über 40 Verdächtige sollen einem größeren Netzwerk angehören. Die Zentrale Stelle für Umweltkriminalität prüft im Zuge desselben Verfahrens zudem Firmen aus dem Baugewerbe, dem Transportwesen und der Abfallentsorgung.
Drei Personen – ein 39-jähriger Hauptverdächtiger, ein 29-jähriger Mann und eine 26-jährige Frau – wurden im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen.
Die Operation stellt einen bedeutenden Schritt bei der Zerschlagung dar, was die Behörden als organisiertes System aus Schwarzarbeit und Wirtschaftskriminalität beschreiben. Die weitere Auswertung der beschlagnahmten Beweise soll das volle Ausmaß der Aktivitäten des Netzwerks aufdecken. Die Ermittlungen laufen noch; weitere Festnahmen und Anklagen sind möglich, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.






