26 April 2026, 16:33

Interreligiöser Dialog in Aachen: Wie Religionen Europa einen

Gravur einer Karte von Heidelberg, Deutschland, mit einem Schloss in einem Feld umgeben von Bäumen und begleitendem Text.

Interreligiöser Dialog in Aachen: Wie Religionen Europa einen

Interreligiöser Dialog in Aachens Krönungssaal: Wie Religion Europa prägt

Am Mittwochabend fand im Aachener Krönungssaal ein interreligiöser Dialog statt, veranstaltet von der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen. Fast 300 Gäste folgten der Einladung, sodass zusätzliche Sitzplätze bereitgestellt werden mussten. Unter dem Motto "Aachener Interreligiöser Dialog: Wie Religion Europa formt" diskutierten religiöse Führungspersönlichkeiten über drängende gesellschaftliche Fragen.

An der Veranstaltung nahmen der Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, Kardinal Reinhard Marx und der islamische Theologe Mouhanad Khorchide teil. Alle drei Referenten thematisierten die wachsende Kluft zwischen den Religionen und äußerten Besorgnis über die zunehmende Entfremdung in der Gesellschaft.

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Kardinal Marx warnte davor, Religion als Instrument zur Schürung von Konflikten zu missbrauchen. Er betonte, wie wichtig der Dialog sei, um zu verhindern, dass der Glaube zur Spaltungsmacht wird. Oberrabbiner Goldschmidt hingegen hob die gemeinsamen demokratischen Werte von Judentum, Christentum und Islam hervor und rief zu mehr gegenseitigem Verständnis auf.

Mouhanad Khorchide lenkte den Fokus auf die gemeinsamen Grundlagen der Religionen, insbesondere auf die Prinzipien der Nächstenliebe und des friedlichen Zusammenlebens. Zudem wurde erörtert, wie sich verschiedene Glaubensrichtungen in den liberal-demokratischen Rahmen Europas einfügen können.

Zum Abschluss der Veranstaltung herrschte Einigkeit über die vor den Religionen liegenden Herausforderungen. Die Teilnehmer unterstrichen die Bedeutung eines fortgesetzten Dialogs, um die Gräben zwischen den Glaubensgemeinschaften zu überbrücken. Die Ergebnisse des Abends dürften künftige interreligiöse Initiativen in der Region prägen.

Quelle