29 April 2026, 12:33

Lichter der Hoffnung: 34 Glaubensgemeinschaften feiern Frieden in Münster

Eine Gruppe von Menschen versammelt sich nachts vor einem beleuchteten Tempel umgeben von Bäumen mit einem Tisch voller Blumentöpfe und Kerzen auf der linken Seite für eine Hochzeit in Angkor Wat.

Lichter der Hoffnung: 34 Glaubensgemeinschaften feiern Frieden in Münster

Vertreterinnen und Vertreter von 34 Glaubensgemeinschaften trafen sich in Münster zu einer Lichterzeremonie, die Frieden und Dialog feierte. Die Veranstaltung war Teil einer langjährigen Tradition interreligiöser Begegnungen zwischen den Friedensstädten Münster und Osnabrück. Seit 2015 wechseln sich beide Städte mit der Ausrichtung des jährlichen Treffens ab, das abwechselnd in ihren historischen Rathäusern stattfindet.

Der Empfang fand im Friedenssaal des Münsteraner Rathauses statt, einem Ort, der seit 18 Jahren ähnliche Veranstaltungen beherbergt. Rund 50 Delegierte aus verschiedenen religiösen Gemeinschaften nahmen teil, darunter Oberbürgermeister Markus Lewe und Osnabrücks Bürgermeisterin Katharina Pötter. Jede Vertreterin und jeder Vertreter entzündete der Reihe nach eine Kerze – als Symbol für das gemeinsame Bekenntnis zu einem friedlichen Miteinander.

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Lewe betonte in seiner Ansprache die Bedeutung offener Gespräche und gegenseitigen Verständnisses in demokratischen Gesellschaften. Die Zeremonie war Teil der Reihe "Dialoge für den Frieden", die vom Friedensbüro und der Wissenschaftsstelle der Stadt Münster im Rahmen von Münster Marketing organisiert wird. Zudem präsentierte Thomas Nufer im Rahmen der Veranstaltung künstlerische Austauschprojekte zwischen Kulturen, die er im Rahmen seines "West-Östlichen Divans" realisiert.

Die Veranstaltungsreihe entstand in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe 1648 des Bündnisses für Wissenschaft unter der Leitung von Professor Alfons Kenkmann. Seit ihrem Beginn stärkt das jährliche Treffen die Verbindungen zwischen Münster und Osnabrück – zwei Städte, die historisch eine besondere Rolle bei der Förderung des Friedens spielen.

Die Tradition der Lichterzeremonie bringt weiterhin religiöse Führungspersönlichkeiten aus der gesamten Region zusammen. Bei diesem Jahrestreffen stand besonders das fortlaufende Engagement für Dialog und Harmonie in städtischen Gemeinschaften im Mittelpunkt. Die nächste Begegnung wird im Osnabrücker Rathaus stattfinden und damit das gemeinsame friedenspolitische Engagement beider Städte fortsetzen.

Quelle