Martinsumzüge in Süchteln gerettet: Neue Regeln sorgen für Sicherheit
Rolf-Peter ScheelMartinsumzüge in Süchteln gerettet: Neue Regeln sorgen für Sicherheit
Laternenumzüge in Süchteln finden in diesem Jahr statt – trotz Bedenken zur Sicherheit und rechtlichen Verantwortung
Nach Diskussionen über Sicherheitsrisiken und rechtliche Zuständigkeiten werden die traditionellen Martinsumzüge in Süchteln wie gewohnt stattfinden. Bürgermeisterin Sabine Anemüller wies Vorwürfe zurück, wonach die Stadt oder die Feuerwehr die Durchführung der beliebten Veranstaltungen gefährdet habe.
Eine neue Vereinbarung sorgt nun dafür, dass die Feierlichkeiten unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben stattfinden können.
Auslöser der Debatte war die Frage, ob der Einsatz der Feuerwehr für die Umzüge zwingend notwendig sei. Anemüller stellte klar, dass die Freiwillige Feuerwehr keine rechtliche Verpflichtung habe, für die Verkehrssicherung oder -regelung während der Umzüge zu sorgen. Ihre Hauptaufgabe bleibe der Brandschutz – nicht die Veranstaltungskontrolle.
Laut der neuen Regelung müssen die Martinsvereine nun eigenständig bestimmte Auflagen erfüllen. Dazu gehören ausreichend Begleitpersonen, die mit Warnwesten und Beleuchtungsmaterial ausgestattet sind. Zwar dürfen Feuerwehrleute am Umzug teilnehmen, ihre Anwesenheit ersetzt jedoch nicht die geforderte Anzahl an Aufsichtspersonen der Vereine.
Die Stadtverwaltung erklärte zudem, im Bedarfsfall unterstützend einzugreifen. Die Polizei bleibt jedoch die primäre Instanz, die für die öffentliche Sicherheit während der Umzüge verantwortlich ist.
Die gefundene Lösung ermöglicht die Fortführung der Tradition, ohne der Feuerwehr zusätzliche rechtliche Verpflichtungen aufzubürden. Die Vereine müssen nun selbst für die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen sorgen, können dabei aber auf die Unterstützung der Stadt zählen. Die polizeiliche Aufsicht bleibt zentral, um die Veranstaltungen für alle Teilnehmer sicher zu gestalten.






