Maxim-Gorki-Theater verabschiedet Intendantin Shermin Langhoff in emotionalem Abschiedsabend
Rolf-Peter ScheelMaxim-Gorki-Theater verabschiedet Intendantin Shermin Langhoff in emotionalem Abschiedsabend
Das Maxim-Gorki-Theater beendet eine Ära mit einem Abschiedsabend für seine scheidende Intendantin
Shermin Langhoff, bekannt für ihre knappen und herzlichen Worte, verließ an diesem Abend ihre Position als künstlerische Leiterin der Institution. Die Veranstaltung markierte einen Wendepunkt in der künstlerischen Ausrichtung des Theaters nach Jahren prägender Arbeit unter ihrer Führung.
Der Abend begann mit Via Jikeli, die Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan aufführte. Später betrat Jonas Dassler die Bühne, um den Fledermaus-Aussterbe-Song zu singen. Das Programm umfasste zudem ein Konzert mit Stücken aus jüngsten Produktionen, gefolgt von einer Feier, die das Erbe des Theaters würdigte.
Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hielt eine Rede zu Ehren Langhoffs. Die Veranstaltung unterstrich, wie das sogenannte postmigrantische Theater längst einen festen Platz im kulturellen Kanon gefunden hat. Nach dem offiziellen Teil zog die Gruppe in eine vertraute Kneipe in Neukölln weiter – ein Ort der Geborgenheit angesichts des Wandels.
Das Gorki-Theater gilt nun als abgeschlossenes Kapitel in der Berliner Kulturszene. Der Abschiedsabend feierte die Vergangenheit, während er zugleich den anstehenden Übergang anerkannte. Langhoffs Abschied und der Umzug in die lokale Bar bildeten die letzten Momente dieser einflussreichen Epoche.






