31 March 2026, 02:31

Mordprozess in Neuss: Ukrainer bestreitet Beteiligung an Obdachlosen-Tod

Ein obdachloser Mensch, der auf einem Gehweg im Freien schläft, mit einer Decke bedeckt, mit einer Bank in der Nähe, umgeben von Menschen, Fahrzeugen, Bäumen, einer Straßenlaterne, einem Schild, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Tod eines Obdachlosen - Angeklagter bestreitet Vorwürfe - Mordprozess in Neuss: Ukrainer bestreitet Beteiligung an Obdachlosen-Tod

Ein 46-jähriger ukrainischer Staatsbürger mit griechischem Pass steht in Neuss wegen des Mordes an einem 56-jährigen Obdachlosen vor Gericht. Das Opfer kam im Februar 2026 gewaltsam ums Leben, und der Fall nahm eine dramatische Wende, als ein Hauptverdächtiger starb.

Der Angeklagte bestreitet jede Beteiligung an der Tat und behauptet, er habe dem Mann lediglich nach einem Streit in der Nähe des Rheinufers geholfen.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 14. Februar 2026, als das Opfer laut Anklage in eine Auseinandersetzung mit einem 39-Jährigen über den Standort eines Zeltes geraten sein soll. Demnach griff dieser den Obdachlosen zunächst an, woraufhin sich der Angeklagte beteiligte, was zu einer brutalen Prügelei führte. Später wurde das Opfer tot in seinem Zelt aufgefunden. Die Polizei bestätigte im März 2026, dass der Mann erwürgt worden war.

Der Angeklagte sagte aus, das Opfer sei mehrfach in der Nähe des Rheinufers gestürzt, und er habe ihm anschließend nur geholfen. Zudem behauptet er, den Verletzten zu seinem Zelt gebracht und anschließend die Polizei verständigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm jedoch eine direkte Beteiligung an der Tötung vor.

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Der Fall nahm eine erschütternde Wendung, als sich der 39-jährige mutmaßliche Mittäter in Untersuchungshaft das Leben nahm. Ein weiterer 25-jähriger Verdächtiger aus Neuss, der ebenfalls mit der Tat in Verbindung gebracht wurde, beging am 18. März 2026 in Haft Suizid. Über einen möglichen zweiten Komplizen sind bisher keine weiteren Details bekannt geworden.

Die Verhandlung wird mit fünf weiteren Terminen bis Mitte Dezember fortgesetzt. Das Gericht muss nun die Rolle des Angeklagten bei dem Mord klären, wobei die Schilderungen des Tatgeschehens widersprüchlich sind. Die Todesfälle der beiden Verdächtigen in Haft haben den Fall zusätzlich verkompliziert und werfen Fragen zu den genauen Umständen der Tat auf.

Der Prozess dauert an; in den kommenden Wochen werden weitere Zeugenaussagen und Beweismittel erwartet.

Quelle