NRW setzt KI in allen Finanzämtern ein – Steuererklärungen werden schneller bearbeitet
Milan SüßebierNRW setzt KI in allen Finanzämtern ein – Steuererklärungen werden schneller bearbeitet
Nordrhein-Westfalen führt künstliche Intelligenz in allen Finanzämtern ein
Das Bundesland setzt flächendeckend auf künstliche Intelligenz, um Steuererklärungen zu beschleunigen und den manuellen Arbeitsaufwand zu verringern. Finanzminister Marcus Optendrenk bezeichnete den Schritt als "Meilenstein auf dem Weg zu einer bürgerfreundlicheren Steuerverwaltung".
Das KI-System wurde vor einem Jahr in vier Pilotstandorten getestet: Brühl, Bielefeld-Außenstadt, Hamm und Lübbecke. Nun ist es in allen 104 Finanzämtern des Landes im Einsatz. Die Technologie konzentriert sich auf standardisierte Fälle, etwa bei Arbeitnehmern mit festem Einkommen, Rentenbeiträgen oder Kapitalerträgen.
Allein im vergangenen Jahr hatten Beamte manuell 1,2 Millionen Steuererklärungen als potenzielle Risikofälle markiert. Durch den KI-Einsatz rechnet die Behörde mit einer Reduzierung um rund 800.000 Fälle. Die Steuerverwaltung spricht von einer "Win-Win-Situation": Bürger erhalten ihre Bescheide schneller, während Mitarbeiter mehr Zeit für komplexe Fälle gewinnen.
Der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen sieht in der Umstellung eine Weiterentwicklung der bisherigen Vorprüfung. Gleichzeitig rät er Steuerpflichtigen, ihre Bescheide genau zu prüfen. Das Finanzministerium bewertet die KI-Einführung als "neuen Meilenstein der digitalen Steuerverwaltung".
Das System ist nun landesweit voll einsatzfähig. Routinefälle werden automatisch bearbeitet, was manuelle Prüfungen reduziert. Die Behörde erwartet kürzere Bearbeitungszeiten für Steuerzahler und eine Entlastung der Mitarbeiter bei anspruchsvollen Fällen.






