Rindfleisch wird günstiger – doch Verbraucher zahlen weiterhin mehr
Jacqueline RöhrdanzRindfleisch wird günstiger – doch Verbraucher zahlen weiterhin mehr
Rindfleischpreise in Deutschland sinken erneut – Verbraucher zahlen trotzdem deutlich mehr
Die Preise für Rindfleisch in Deutschland sind erneut gefallen: Die Verbandsnotierungen für Schlachtrinder gaben um 10 Cent pro Kilogramm nach. Der Rückgang folgt auf eine verhaltene Nachfrage nach Fleisch und Preisdruck durch die Metzger. Für Verbraucher bleibt Rindfleisch im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich teurer.
Der Verbandspreis für Kühe der Klasse O3 liegt aktuell bei 6,15 Euro pro Kilogramm Lebendgewicht. Bei Jungbullen der Klasse R3 ist der Preis auf 6,80 Euro pro Kilogramm gesunken. Damit verzeichnet der Rindfleischmarkt den zweiten Preisrückgang in Folge.
Das Angebot an Schlachtrindern bleibt knapp, bei einigen Produkten herrscht am Großmarkt sogar weiterhin Mangel. Dennoch wehren sich die Metzger gegen die hohen Kosten – was die Preissenkungen zusätzlich vorantreibt.
Die hohen Rindfleischpreise schlagen auch auf den Fast-Food-Sektor durch. Im März 2025 wurde der teuerste Döner Kebap Deutschlands in Flensburg für 9,77 Euro verkauft. Ein Standbetreiber in Friedrichshafen argumentierte, ein Rindfleisch-Döner dürfe nicht unter 9 Euro kosten. Verbraucher klagen weiterhin über die steigenden Preise für Rindfleisch in Burgern und Dönern.
Auf Verbraucherebene stiegen die Rindfleischpreise in den ersten Juli-Wochen im Vergleich zum Vorjahr um 20,8 Prozent. Zwar geben die Schlachtrinderpreise nach, doch die Kosten für Rindfleischprodukte bleiben hoch. Der Markt steht weiterhin unter Druck – durch begrenzte Verfügbarkeit und eine sich wandelnde Nachfrage.






