30 June 2026, 12:31

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 negativ – so profitieren Kunden mit dynamischen Tarifen

Erstmals negative Strompreise für Endkunden

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 negativ – so profitieren Kunden mit dynamischen Tarifen

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 im Minus – Kunden mit dynamischen Tarifen profitieren

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Zum ersten Mal in diesem Jahr sind die Strompreise in Deutschland für Kunden mit dynamischen Tarifen in den negativen Bereich gerutscht. Dieses seltene Phänomen trat an einem Sonntag auf, wobei einige Verbraucher durch ihren Stromverbrauch in bestimmten Stunden sogar Geld verdienten. Experten sagen voraus, dass sich dieser Trend aufgrund anhaltender Marktunflexibilität fortsetzen wird.

Am Sonntag fielen die Großhandelspreise für Strom bereits um 9 Uhr unter null und blieben bis 17 Uhr negativ. Den Tiefststand erreichte der Markt zwischen 13 und 14 Uhr, als die Preise auf -250,32 Euro pro Megawattstunde – beziehungsweise -25,03 Cent pro Kilowattstunde – sanken. In der Kölner Region zahlten Endkunden in dieser Phase Netto-Tarife von bis zu -8,6 Cent pro Kilowattstunde.

Die Nettopreise variierten in Deutschland stark: Sie lagen zwischen 4,9 und 11,6 Cent pro Kilowattstunde, in einigen Regionen sogar bei -12 Cent. Später am Abend stieg der dynamische Tarif des Anbieters Tibber zwischen 20 und 21 Uhr auf bis zu 36 Cent pro Kilowattstunde.

Negative Strompreise sind kein neues Phänomen. 2023 lagen die Großhandelspreise an 457 Stunden unter null – ein Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Juli des vergangenen Jahres stürzten die Preise kurzzeitig auf -500 Euro pro Megawattstunde ab. Merlin Lauenburg, Deutschland-Chef von Tibber, erwartet, dass in diesem Sommer erneut Rekordwerte bei negativen Strompreisen erreicht werden.

Kunden mit dynamischen Tarifen profitierten von den Minuspreisen, indem sie ihre Rechnungen senkten oder durch ihren Verbrauch sogar Geld erwirtschafteten. Marktanalysten rechnen im kommenden Jahr mit noch häufigeren negativen Preisen. Das Muster spiegelt die anhaltenden Herausforderungen wider, Angebot und Nachfrage im Stromsektor in Einklang zu bringen.

Quelle