24 March 2026, 02:34

Willichs umstrittenes Wohnprojekt in Moltkedorf wird nach Bürgerprotesten deutlich verkleinert

Große Gruppe von Menschen marschiert mit Protestschildern und Transparenten die Straße entlang, mit Grünzeug auf der rechten Seite und einem Gebäude im Hintergrund.

Willichs umstrittenes Wohnprojekt in Moltkedorf wird nach Bürgerprotesten deutlich verkleinert

Wohnungsbauprojekt in Willichs Moltkedorf-Viertel nach massivem Widerstand der Anwohner verkleinert

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Die Pläne für ein neues Wohngebiet im Willicher Stadtteil Moltkedorf wurden nach massiven Protesten aus der Bevölkerung deutlich zurückgestuft. Ursprünglich sollten 450 Wohnungen entstehen, doch die überarbeitete Version sieht nun nur noch 320 Einheiten vor. Anwohner hatten Bedenken wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens, der verdichteten Bebauung sowie der Auswirkungen auf Grünflächen und angrenzende Grundstücke geäußert.

Die Stadt Willich steht vor einer drängenden Wohnungsnot und plant daher auf einem 2,9 Hektar großen Gelände in Moltkedorf ein neues Wohnprojekt. Das Areal soll nun 200 Wohneinheiten umfassen, darunter Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und mehrgeschossige Wohngebäude. Die Entwickler haben das Konzept zu einer hofförmigen Bebauung mit integrierten Grünflächen überarbeitet, um die Klimaresilienz zu stärken und ein gesünderes Wohnumfeld zu schaffen.

Kritik gibt es vor allem an der Dimension des Projekts, insbesondere an den viergeschossigen Gebäuden, die direkt an Kleingärten grenzen. Viele Anwohner fürchten, dass sie künftig auf eine "Wohnungsmauer" blicken und ihre bisherige Aussicht verlieren. Neben der Bebauungsdichte sorgen sich die Bewohner auch um Verkehrsstaus, Parkplatzmangel und Lärmbelastung. Der Zugang zum Gelände soll über die Moltkestraße erfolgen, wobei ein Einbahnstraßen-Ringsystem alle Wohneinheiten verbinden wird. Geplant sind zudem Stellplätze, Garagen und möglicherweise eine Tiefgarage.

Auch ökologische Aspekte spielen in der Debatte eine zentrale Rolle. Anwohner fordern den Erhalt eines Grünstreifens an der Moltkestraße 31–35 sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung. Die Stadt hat bestätigt, dass die Unterkunft für Geflüchtete in Moltkedorf bis Ende des Jahres geschlossen wird, um Platz für die Neubebauung zu schaffen. Rad- und Fußwege sollen die Krusestraße mit der Straße An Liffersmühle verbinden und so die Erreichbarkeit verbessern.

Mit der Reduzierung der Wohnungen von 450 auf 320 Einheiten trägt die überarbeitete Planung teilweise den Bedenken der Anwohner zu Dichte und Infrastruktur Rechnung. Dennoch soll das Projekt den Wohnraumbedarf in Willich decken, ohne Umwelt- und Gemeinschaftsbelange aus den Augen zu verlieren. Die endgültigen Beschlüsse werden zeigen, wie sich das neue Viertel in das bestehende Umfeld einfügt.

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