Zoll deckt bei Razzia in NRW Menschenhandel und Lohnbetrug auf
Zollbeamte in Nordrhein-Westfalen führen im September grenzüberschreitende Kontrollen gegen Menschenhandel und Arbeitsausbeutung durch
Im September führten Zollbeamte in Nordrhein-Westfalen grenzüberschreitende Kontrollen durch, um Menschenhandel und Arbeitsausbeutung zu bekämpfen. Im Fokus standen Restaurants und Imbisse in den Kreisen Aachen, Euskirchen und Heinsberg. Insgesamt wurden während der Aktion 56 Beschäftigte befragt.
Das Hauptzollamt Aachen leitete die Überprüfungen und kontrollierte die Identitäten von 20 Personen. Dabei wurde eine Person aufgrund eines bestehenden Haftbefehls festgenommen und der Polizei übergeben. Aus den Kontrollen resultierten 17 eigenständige Ermittlungsverfahren.
Sechs Fälle betrafen illegalen Aufenthalt, vier weitere richteten sich gegen Verdächtige, die illegale Aufenthalte begünstigt oder unterstützt haben sollen. Die Polizei in Euskirchen erstattete in diesem Zusammenhang drei Strafanzeigen.
Auch Verstöße gegen Arbeitsrecht wurden aufgedeckt: Fünf Ermittlungen konzentrierten sich auf Verstöße gegen den Mindestlohn, drei weitere auf vorenthaltene oder veruntreute Löhne. In zwei weiteren Fällen hatten Arbeitgeber Arbeitszeiten nicht ordnungsgemäß dokumentiert.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, Arbeitsgesetze durchzusetzen und illegale Beschäftigung in der Region zu bekämpfen. Die zuständigen Stellen überwachen weiterhin Betriebe auf Einhaltung der Lohnvorschriften und Aufenthaltsbestimmungen. Weitere Maßnahmen könnten folgen, sobald die Ermittlungen voranschreiten.






