24 January 2026, 13:15

100 Atomkraftgegner protestieren gegen Castor-Transporte in Bottrop am 1. Oktober

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf der Straße, hält Schilder und Fahnen und demonstriert gegen Atomkraft in Deutschland, mit Fahrzeugen, Gebäuden, Laternenmasten, Bäumen und einem Tor im Hintergrund.

100 Atomkraftgegner protestieren gegen Castor-Transporte in Bottrop am 1. Oktober

Rund 100 Atomkraftgegner werden am 1. Oktober in Bottrop auf die Straße gehen, um gegen geplante Transporte von radioaktivem Abfall zu protestieren. Die Demonstration, die sich gegen den Transport von Castor-Behältern von Jülich nach Ahaus richtet, beginnt um 11:00 Uhr in der Nähe der Autobahn A2. Die Aktivisten werden unter dem Motto „Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn“ durch Wohngebiete ziehen.

Die Protestroute startet in Bottrop-Süd und führt durch Bottrop-Fuhlenbrock. Ursprünglich hatte die Polizei Demonstranten das Überqueren von Brücken über die A2 aus Sicherheitsgründen untersagt. Ein anschließendes Gerichtsverfahren hob dieses Verbot jedoch auf, sodass der Marsch wie geplant stattfinden kann.

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Die Organisatoren äußerten Bedenken hinsichtlich der Sicherheit maroder Brücken und benachbarter Baustellen entlang der Transportstrecke. Unterdessen hat der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND NRW) Klage gegen die Genehmigung der Castor-Transporte eingereicht. Für die 152 geplanten Lkw-Ladungen mit radioaktivem Abfall stehen noch keine konkreten Termine fest. Der genaue Zeitplan bleibt unklar, da das Verfahren auf eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg wartet. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, könnte das Urteil bis zu sieben Wochen auf sich warten lassen; die polizeilichen Vorbereitungen seien bereits weitgehend abgeschlossen. Aus taktischen Gründen geben die Behörden den Fahrplan nicht bekannt. Ziel der Demonstration ist es, Anwohner über die Risiken einer radioaktiven Belastung während der Transporte zu informieren.

Die Kundgebung findet trotz der ursprünglichen Einschränkungen statt – die Aktivisten sind entschlossen, ihren Protest zum Ausdruck zu bringen. Nach der gerichtlichen Intervention hat die Polizei ihre Pläne angepasst, doch wann die Castor-Transporte tatsächlich beginnen, bleibt weiter ungewiss. Die Entscheidung im laufenden Gerichtsverfahren wird darüber bestimmen, wann die Transporte starten können.