Biologisch abbaubare Kunststoffe: Wie die Landwirtschaft nachhaltiger wird
Rolf-Peter ScheelBiologisch abbaubare Kunststoffe: Wie die Landwirtschaft nachhaltiger wird
Neues Forschungsprojekt untersucht Rolle biologisch abbaubarer Kunststoffe in Landwirtschaft und Forstwirtschaft
Das Projekt PerPlacsBio analysiert den Einsatz kompostierbarer Materialien in der Agrar- und Forstbranche. Beteiligt sind die Universität Münster, die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg sowie das nova-Institut. Gefördert wird die Initiative von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) im Rahmen des Programms „Nachhaltige Nutzung nachwachsender Rohstoffe“.
Grundlage der Studie bildet die Vorarbeit des BioSinn-Projekts, das 25 agrar- und forstwirtschaftliche Produkte identifizierte, bei denen biologisch abbaubare Alternativen ökologische Vorteile bieten könnten. Diese Untersuchung wurde vom Institut für Energie- und Umweltforschung durchgeführt.
PerPlacsBio vertieft nun diese Erkenntnisse, indem es praktische Anwendungen bewertet und Erfahrungen von Branchenexperten einbezieht. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen bei Normen, Zertifizierungen und Markttrends für abbaubare Materialien. Bereits laufen Umfragen unter Landwirt:innen und Forstleuten, um Bedarfe und Alltagserfahrungen zu erfassen. Das nova-Institut treibt dabei die Wissensvermittlung zu biobasierten Kunststoffen voran – insbesondere zu Entscheidungskriterien und neuen Alternativen. Um die Datengrundlage zu stärken, sind externe Fachleute aufgerufen, ihr Know-how zu spezifischen Produkten wie Ballengarn, Mulchfolien oder Flockungshilfsmitteln einzubringen. Beiträge aus Forschung, Praxis und Industrie sollen sicherstellen, dass die Ergebnisse praxisnah und anwendungsorientiert bleiben.
Die Projektergebnisse werden zeigen, wo biologisch abbaubare Kunststoffe in Landwirtschaft und Forstwirtschaft besonders wirksam eingesetzt werden können. Durch die Kombination von Feldstudien und Expertenwissen will PerPlacsBio eine fundierte Wissensbasis für Anwender:innen und Hersteller schaffen. Die Erkenntnisse könnten künftige Standards und die Verbreitung nachhaltiger Materialien in diesen Sektoren prägen.
