14 December 2025, 17:05

Bürgerprotest gegen Bahn-Ausbau: „Eiserner Rhein“ spaltet die Region Wegberg

Ein Zug auf Schienen mit Autos, Strommasten, Bäumen und einem Himmel im Hintergrund.

Bürgerprotest gegen Bahn-Ausbau: „Eiserner Rhein“ spaltet die Region Wegberg

Bürgerinitiative wehrt sich gegen Ausbau der „Eisernen Rhein“-Strecke – Offener Brief an Bahn-Chefin

Ankündigung: Die Bürgerinitiative „Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert“ aus Wegberg leistet weiter Widerstand gegen den übermäßigen Ausbau der Eisenbahnstrecken Mönchengladbach–Wegberg–Roermond und Elmpt–Arsbeck. Geplant sind über 70 Personenzüge pro Tag – zusätzlich zu möglichem Güterverkehr. Die Proteste gegen den Frachtverkehr gehen in die nächste Runde.

Veröffentlichungsdatum: 4. Dezember 2025, 11:59 Uhr MEZ

Schlagwörter: Politik und Gesetzgebung, Innenpolitik, Allgemeine Nachrichten

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Artikel: Eine lokale Bürgerinitiative hat scharfe Kritik an den Plänen zum Ausbau der Eisenbahnstrecken im Korridor Mönchengladbach–Wegberg–Roermond geübt. Die Bürgerinitiative Eiserner Rhein 2.0 hat sich in einem Schreiben direkt an die neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, sowie an Bundesverkehrsminister Schnieder gewandt. Im Mittelpunkt stehen Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Anwohner und die Umwelt – insbesondere die geplante Reaktivierung alter Güterverkehrsrouten und eine massive Steigerung des Zugaufkommens.

Konkret richtet sich der Widerstand gegen zwei Vorhaben: den Ausbau der Strecke Mönchengladbach–Wegberg–Roermond sowie die Reaktivierung der Verbindung Elmpt–Arsbeck. Die erstgenannte Strecke taucht zwar im unverbindlichen Zielnetz 2032/2040 auf, doch eine verbindliche Umsetzung ist keineswegs gesichert. Zudem hängt ihre Zukunft von noch ausstehenden Absprachen mit den Niederlanden ab, die eine Wiederbelebung der historischen „Eisernen Rhein“-Route durch den Nationalpark De Meinweg bereits abgelehnt haben.

Die Bürgerinitiative fordert nun in ihrem Schreiben eine grundlegende Überprüfung der Ausbaupläne. Ohne Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2030 und ohne Kooperation der niederländischen Seite bleiben die Projekte in der Schwebe. In dem Brief verlangen die Initiatoren klare Aussagen zu Finanzierung und den möglichen Folgen für die Region.