BVB setzt im Winter auf Eigengewächse – trotz Abwehrkrise nach Inter-Debakel
Rolf-Peter ScheelBVB setzt im Winter auf Eigengewächse – trotz Abwehrkrise nach Inter-Debakel
Borussia Dortmund schließt Wintertransfers aus – trotz aktueller Krise
Trotz der jüngsten sportlichen Rückschläge wird Borussia Dortmund im Winter keine neuen Spieler verpflichten. Diese Entscheidung fällt nach der deutlichen 0:2-Niederlage in der Champions League gegen Inter Mailand, die die mangelnde Tiefe im Kader schonungslos offenlegte. Gleichzeitig beendete Chelseas Rückholung von Aaron Anselmino die Hoffnungen der Dortmunder, den Verteidiger erneut unter Vertrag zu nehmen.
Die defensiven Probleme des BVB traten beim Mittwochsspiel gegen Inter Mailand deutlich zutage. Die Mannschaft spielte mit einer Dreierkette, in der der 20-jährige Filippo Mane erst sein zweites Saisonspiel von Beginn an bestritt. Obwohl er überzeugte, musste er in der 84. Minute wegen Krämpfen ausgewechselt werden.
Nach der Partie bestätigte Sportdirektor Sebastian Kehl, dass im Januar kein neuer Innenverteidiger verpflichtet werde. Er lobte zwar Manes Leistung, betonte aber, das aktuelle Team sei in der Lage, die gesetzten Ziele zu erreichen. Auch Trainer Niko Kovač zeigte sich zuversichtlich und hob das Potenzial des jungen Spielers sowie die vorhandenen defensiven Optionen hervor.
Zuvor hatte Dortmund bereits eine Rückkehr von Aaron Anselmino von Chelsea geprüft. Doch der Londoner Klub entschied sich, den Verteidiger zu behalten, und beendete damit die Pläne der Dortmunder. Chelseas Trainer Liam Rosenior deutete später an, dass die Gespräche über Anselminos Zukunft noch nicht abgeschlossen seien.
Bis zum Ende der Transferperiode wird der BVB nun auf den bestehenden Kader setzen müssen. Der Eigengewächs Mane soll in der Abwehr eine größere Rolle übernehmen. Mit dieser Transferpolitik verzichtet der Klub bewusst auf Verstärkungen – zumindest bis zum Schluss der Wechselperiode.
