30 December 2025, 21:02

CDU-Politiker fordert AfD-Verbot und spaltet damit die eigene Partei

Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text darüber.

CDU-Politiker fordert AfD-Verbot und spaltet damit die eigene Partei

Dieter Breymann, ein CDU-Politiker aus Mönchengladbach, hat eine klare Haltung gegen Rechtsextremismus bezogen. Sein Aufruf, die AfD (Alternative für Deutschland) zu verbieten, hat innerhalb seiner eigenen Partei und darüber hinaus eine Debatte ausgelöst. Während einige seinen Prinzipienreichtum loben, fragen andere, ob sein Vorgehen die Spaltung der Mitte-Rechts-Parteien weiter vertieft.

Breymann argumentiert offen, dass Parteien, die gegen die Verfassung verstoßen, mit einem Verbot rechnen müssen. Er sieht darin eine Möglichkeit, den politischen Einfluss der AfD für Jahrzehnte zu schwächen und rechtliche Grundlagen für staatliches Handeln gegen rechtsextreme Bewegungen zu schaffen. Seine Haltung hat ihm Anerkennung über das politische Spektrum hinweg eingebracht – viele sehen in ihm eine seltene Stimme in der CDU, die noch die christdemokratischen Werte der Partei hochhält.

Doch nicht alle in der Partei teilen seine Meinung. Einige Kollegen kritisieren seine kompromisslose Haltung und befürchten, sie könnte konservative Wähler verprellen. Breymann lehnt zudem jede Zusammenarbeit mit der AfD ab und besteht auf eine strikte 'Brandmauer' gegen Kooperationen mit der Rechtspopulisten. Sein Engagement bietet konservativen Wählern einen alternativen Weg – einen, der die Agenda der AfD ablehnt, aber dennoch traditionelle CDU-Anhänger anspricht. Ein Verbot der AfD würde jedoch eine parlamentarische Mehrheit erfordern, die es derzeit nicht gibt. Die Partei selbst hat solche Drohungen als unbegründet zurückgewiesen, obwohl Analysten vermuten, dass sie die langfristigen Folgen fürchtet.

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Unterdessen warnt Dieter Breymann, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), vor einem voreiligen Verbot. Er argumentiert, dies könnte die Demokratie schwächen und die AfD als Opfer darstellen. Im Dezember 2024 äußerte er die Befürchtung, die AfD könnte bei der Bundestagswahl 2025 sogar die Mehrheit erringen. Breymanns Kritiker verweisen auf die eigene Geschichte der CDU und werfen ihr vor, spalterische Politik zu betreiben und die eigentlichen Probleme der Bürger zu ignorieren. Dennoch bleibt Breymann darauf fokussiert, einen Machtzuwachs der Rechten zu verhindern – selbst wenn er dabei demonstrativ eine CDU-Tasse auf seinem Schreibtisch platziert, ohne selbst der Partei beitreten zu wollen.

Breymanns Position unterstreicht die tiefen Gräben innerhalb der CDU im Umgang mit dem Aufstieg der Rechtspopulisten. Sein Appell für ein Verbot und eine strikte Abgrenzung hat einige beflügelt, andere jedoch verunsichert. Die AfD bleibt vorerst eine legale Partei, doch die Debatte über ihre Zukunft – und die Reaktion der CDU darauf – wird die deutsche Politik noch lange prägen.