30 December 2025, 07:09

Dormagen leuchtet lila: Ein starkes Zeichen gegen die Todesstrafe

Eine Straßenszene außerhalb der Stadt mit einer Straße, einem Gehweg und Gebäuden mit sichtbaren Türen und Fenstern, darunter eines mit der Aufschrift "Der alte noch"; eine rote Wand und eine Glastür auf der linken Seite, ein lila Schild mit Text und einen klaren Himmel darüber.

Dormagen leuchtet lila: Ein starkes Zeichen gegen die Todesstrafe

Dormagen beteiligt sich an der Kampagne Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe

Am 30. November nimmt Dormagen an der internationalen Kampagne Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe teil. Als sichtbares Zeichen wird das Rathaus vom 28. bis 30. November in Lila erstrahlen, der Symbolfarbe der Bewegung. Die weltweite Initiative setzt sich für die Abschaffung der Todesstrafe ein.

Getragen wird die Kampagne von der katholischen Laiengemeinschaft Sant’Egidio sowie weiteren Organisationen. Fast 300 deutsche Städte haben sich bereits dem internationalen Netzwerk gegen Hinrichtungen angeschlossen. Ihre Bemühungen stehen im Einklang mit einer UN-Resolution von 2024, in der sich 130 Länder für die Abschaffung der Todesstrafe aussprachen.

Doch nach wie vor wird sie in vielen Staaten praktiziert. In einigen Krisenregionen nehmen Hinrichtungen und Todesurteile sogar zu. Gleichzeitig überdenken einige Länder ihre Haltung: Pakistan, Vietnam und Japan haben entweder Reformen eingeleitet oder die Debatte über die Todesstrafe neu entfacht.

Die jüngsten Entwicklungen zeigen ein gemischtes Bild. Im November 2025 kündigte Malaysia eine Studie an, die ab Januar 2026 die vollständige Abschaffung der Todesstrafe prüfen soll. Vietnam strich 2025 die Todesstrafe für bestimmte Straftaten. Doch während Burkina Faso im Dezember 2025 Pläne zur Wiedereinführung von Hinrichtungen bekannt gab, stoppte das Verfassungsgericht Kirgisistans 2024 einen ähnlichen Vorstoß.

Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld betonte, die Todesstrafe widerspreche grundlegenden Werten und untergrabe die Menschenwürde.

Das in Lila beleuchtete Rathaus soll ein sichtbares Zeichen gegen die Todesstrafe setzen. Mit seiner Teilnahme reiht sich Dormagen in die wachsende Liste der Städte ein, die sich für eine weltweite Abschaffung einsetzen. Trotz Reformen in einigen Ländern bleiben Hinrichtungen in anderen Realität – die Debatte bleibt aktuell.

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