Dortmunder Krankenhaus testet Bodycams gegen Gewalt am Personal
Milan SüßebierKrankenhaus testet Bodycams zum Schutz des Personals - Dortmunder Krankenhaus testet Bodycams gegen Gewalt am Personal
Krankenhaus testet Bodycams zum Schutz des Personals
Dortmunder Klinik startet Pilotprojekt mit Körperkameras – Reaktion auf steigende Gewalt gegen Mitarbeiter
18. Dezember 2025, 15:36 Uhr
Ab Mitte Januar 2025 wird das Dortmunder Krankenhaus in einem dreimonatigen Pilotversuch Körperkameras (Bodycams) für Mitarbeiter einführen. Hintergrund ist ein deutlicher Anstieg gewalttätiger Übergriffe auf Klinikpersonal – insbesondere in den Notaufnahmen. Die Kameras sollen vor allem in Hochrisikobereichen wie den Notfallstationen und der Kinderklinik zum Einsatz kommen.
Die Idee, Mitarbeiter mit Bodycams auszustatten, entstand 2024 als Reaktion auf zunehmende Angriffe. Die Kameras werden nur in eskalierenden Situationen genutzt – nicht während medizinischer Behandlungen oder privater Gespräche. Die Entscheidung, ob und wann eine Kamera getragen und aktiviert wird, liegt bei den Mitarbeitern selbst.
Primäres Ziel ist es, Aggressionen abschreckend zu wirken und Konflikte zu entschärfen, vor allem in den Empfangsbereichen. Die Aufnahmen könnten zudem als Beweismaterial dienen, falls rechtliche Schritte notwendig werden. Vor der Genehmigung durchlief das Projekt eine gründliche rechtliche Prüfung durch mehrere Instanzen, darunter die Rechtsabteilung der Stadt Dortmund, das Landesgesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen und die Landesbeauftragte für Datenschutz. Externe Juristen und Krankenhausanwälte prüften zusätzlich die Einhaltung des Datenschutzrechts.
Der Testlauf findet an den zentralen und nördlichen Standorten des Krankenhauses statt und umfasst die Abteilungen, in denen Vorfälle besonders häufig auftreten.
Bei Erfolg könnte das Pilotprojekt als Modell für mehr Sicherheit im Gesundheitswesen dienen. Die Klinik wird die Ergebnisse über die drei Monate hinweg auswerten, bevor über dauerhafte Maßnahmen entschieden wird. Die Teilnahme der Mitarbeiter bleibt während der gesamten Testphase freiwillig.
